Knappenchor St. Barbara: Stimmungsvolle Musik und nachdenkliche Worte

Von: ehg
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Beeindruckend: Der Alsdorfer Knappenchor St. Barbara trat in der Kapelle des MZ-Standorts Bardenberg auf.

Würselen. Seit Jahren schon erfreut sich das Konzert, das der Alsdorfer Knappenchor St. Barbara auf Initiative des ehemaligen Knappschaftsältesten Matthias Priem in der Kapelle des Knappschaftskrankenhauses in der Adventszeit gibt, großer Beliebtheit.

Mit den 25 unter dem souveränen Dirigat von Kantor Volkmar Michl angetretenen Knappen freute sich darüber Krankenhaus-Pfarrer Gottfried Kader, der mit Hildemarie Bergrath mit meditativen Gedanken aus eigener Feder oder auch von berühmten Dichtern und Philosophen den Boden für das jeweilige Chorwerk bereitete. „Es würde den Kranken und dem Personal etwas fehlen, wenn Sie den Weg nicht zu uns gefunden hätten“, sagte er. Darin „stimmte“ der Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums der Städteregion (MZ), René Bostelaar, ein.

„Standesgemäß“ hieß der Chor die Konzertbesucher mit einem mehreren herzlichen „Glück Auf, Glück Auf!“ willkommen. Wie bei allen folgenden Werken präsentierte sich ihnen ein ausgeglichener und harmonischer Klangkörper. Beim „Steigerlied“ wurde zum Mitsingen eingeladen. Einige ehemalige Bergleute erhoben sich vor „Ehrfrucht“ angesichts der einst verrichteten Arbeit der Bergleute von ihren Plätzen. Lange sei es her, dass die Fördertürme das Landschaftsbild prägten, rief Pfarrer Kader in Erinnerung.

„Heimat brauchen wir heute mehr denn je“, leitete Hildemarie Bergrath zum nächsten Chorwerk über. „Herkunft bedeutet Zukunft“, kam dabei der Religionsphilosoph Martin Buber „zu Wort“. Wie wahr das ist, unterstrichen die Sänger mit ihrem Lied von der Heimat. Ein guter Schlaf verhelfe dazu, den grauen Alltag am nächsten Tag in einem neuen Licht zu sehen. Stimmungsvoll untermalte der Chor mit „Ein ruhiges Gewissen, ist ein sanftes Ruhekissen“ die Worte des Krankenhauspfarrers.

Die unbändige Macht der Liebe, die sich – so Heidemarie Bergrath – nicht zu verbiegen brauche, brachten die Knappen beim feinfühlig intonierten geistlichen Lied des russischen Komponisten Dmitri Stepanowith Brotnjanski auf den Punkt. „Ich bete an die Macht der Liebe“ erklang. Noch ein Gedanke von Frau Bergrath: „Liebe widersetzt sich allen Widerständen über den Tod hinaus.“

Sich für das zu öffnen, was der Gott Vater für uns bereit hält, gab Pfarrer Kader den besinnlichen Zuhörern nicht nur für Weihnachten mit auf den Weg, während die Knappen das „Vater unser“, wie es die früh verstorbene Sängerin Hanne Haller in Noten gesetzt hat, darbot. „Wann wird es endlich Frieden auf der Welt“, fragte sich der Pfarrer. „Es sind nicht die Waffen, die den Menschen bedrohen. Es ist der Mensch, der den Mensch bedroht“, gab er zu bedenken. Der Chor beschwor die Menschen mit einem Lied vom Frieden, sich gegenseitig Frieden zu schenken.

Dann wurde es heimelig weihnachtlich. Es erklangen „Leise rieselt der Schnee“ und „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit.“ Hildemarie Bergrath sagte: „Freuen wir uns auf die Nacht, die wir heilig nennen!“ Pfarrer Kader rezitierte ein Gedicht von Hugo von Hofmannsthal.

Bevor die heilige Nacht noch einmal besungen wurde, schickte der Vorsitzende des Knappenchores St. Barbara Alsdorf, Josef Möres, herzliche Genesungs- und Segenswünsche an die Kranken und das Personal auf den „Stationen“. Er bedankte sich beim MZ für die Gastfreundschaft, die die Knappen anlässlich des Konzertes erleben durften.

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