Herzogenrath - Knaller-Programm zum 25. Geburtstag der Europaschule

Knaller-Programm zum 25. Geburtstag der Europaschule

Von: mabie
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In ihrem Theaterstück nahmen die Schüler der Theater-AG die Besucher mit auf eine Zeitreise durch 25 Jahre Schulgeschichte. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Statt knallender Sektkorken gleich zu Beginn, gab es bei der 25-Jahr-Feier der Europaschule in Herzogenrath ein Knaller-Programm. So ging es schon tagsüber los mit beinahe zahllosen Präsentationen und Vorführungen.

Wer wollte, durfte tief ins Zeitungsarchiv eintauchen, Stockkampfkunst live erleben und sich im Grusellabyrinth bei sommerlichem Wetter einen kühlen Schauer über den Rücken jagen lassen. Eindrücke vom Gezeigten gab es dann auch bei der großen Jubiläumsfeier im Forum der Schule, die von Imke Voigt und Jens Klein moderiert wurde.

Hier traf nicht nur die Schulleitung um Michael Schmitt auf den Vertreter der Bezirksregierung, Stefan Ludwig, und den Schulträger mit Bürgermeister Christoph von den Driesch an der Spitze. Auch der erste und ehemalige Schulleiter Daniel Bick war unter den Festgästen, die sich nicht nur mit viel Musik von der Bluesbrothers-Lehrerband sowie von Imke Voigt und Bernd Frohn verwöhnen ließen.

Durch zweieinhalb Jahrzehnte

Programmatisch passend und sehr gelungen, gingen die Schüler der Theater-AG gleich zu Beginn auf eine inszenierte Zeitreise. Dabei streiften sie durch zweieinhalb Jahrzehnte Schulgeschichte, sammelten Eindrücke, wie die Schullandschaft sich ohne die Gesamtschule zeigte, und wie sie sich heute mit gleich zwei dieser Schulen im Stadtgebiet von Herzogenrath darstellt. Das war natürlich auch ein Thema in Michael Schmitts Ansprache.

„Die Gründung einer Gesamtschule hatte gerade zu Beginn der 90er Jahre einen hohen politischen Stellenwert“, stellte er heraus. Der Schulkonsens, der gut zehn Jahre später die Politik in Sachen Gesamtschule einte, war noch in weiter Ferne, aber Hauptschulen schienen, so der ehemalige Hauptschulleiter Schmitt, „gesellschaftlich immer unerwünschter“.

„Eltern und auch viele Arbeitgeber grenzten Hauptschulabsolventen immer mehr aus“, wusste er zu berichten. Aber ohne Hauptschule, so seine Wertung, sei auch das weitere, damals strikt dreizügige Schulgebilde, einsturzgefährdet gewesen.

Aber die Europaschule ist in seinen Augen nicht einfach „nur“ eine Gesamtschule. Alleinstellungsmerkmalen wie die zweite Fremdsprache ab Klasse fünf, die Projekte „Kulturagenten“, „Bildung und Gesundheit“ sowie die Erasmus- und Comenius-Projekte zeigten die Vielfalt der Schule. Besonders hervorgehoben wurde von Michael Schmitt aber das Unscheinbare, das Alltägliche an der Schule in Form engagierter Lehrer. „Darin liegt der eigentliche Reichtum, den diese Schule außerordentlich und hervorragend macht“, schloss er.

Bürgermeister von den Driesch freute sich, dass die Schule dem auch beabsichtigten Ansatz, den Kindern nicht von Beginn der weiterführenden Schule an einen „Leistungsstempel“ in Form einer Schulform aufzudrücken, auch zählbar nachkommt. „Viele Schüler haben in 25 Jahren trotz fehlender Gymnasialempfehlung hier ihr Abitur gemacht“, lobte der Verwaltungschef.

Intensiver Sprachunterricht

Dazu lebe die Schule ihren Namen aktiv in Europa aus, wozu nicht nur der intensive Sprachunterricht zähle. Internationale Begegnungen seien hier Zuhause, und dies sei, schloss der Bürgermeister, sicherlich auch ein Verdienst der engagierten Schulleitung. Stefan Ludwig als zuständiger Vertreter der Bezirksregierung freute sich, dass die Europaschule sich zu einem erfolgreichen Baustein in der Herzogenrather Schullandschaft entwickelt hat.

Dies sei aber nur mit konsequenter Arbeit zu erreichen, wie sie unter Daniel Bick begonnen worden sei, und mit Michael Schmitt nun fortgesetzt werde. „Denn auch die Gesamtschulen sind herausgefordert, sich zu entwickeln, um als permanenter Prozess auch den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten“, schloss er.

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