Klosterkirche Broich: Internationale Folklore trifft auf Jazz-Klassiker

Von: ehg
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Ein bunter Melodienreigen: Der Männergesangverein Linden-Neusen mit seinem Dirigenten Heinz Dickmeis versetzte die zahlreichen Zuhörer in gute Laune. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Einen Strauß farbenfroher Melodien band der Männergesangverein Linden-Neusen (als Chorgemeinschaft mit dem Alsdorfer Männergesangverein) an einem schönen Abend im Mai in der ehemaligen Klosterkirche Broich.

Mit der Hymne „Auf Kaiser Karls geweihter Erd´ wird deutscher Sang und Klang geehrt“ stieß der 30-köpfige harmonische Chor unter der souveränen Leitung von Chordirektor ADC Heinz Dickmeis die Tür weit auf zu einem Konzert, das von den Besuchern mit großer Begeisterung aufgenommen wurde.

Zwischendurch übernahm Vize-Dirigent Erwin Krönchen die Stabführung, während Dickmeis die Sänger am Flügel begleitete. Den Kontrapunkt zum folkloristischen Chorprogramm setzte die Inde River Jazzband nicht nur, aber auch mit einem Gruß aus dem alten New Orleans.

Mit internationaler Folklore wartete der sangesfreudig gestimmte Chor zunächst auf. Gestartet wurde der facettenreiche Streifzug mit dem Lied „Im Dorf da geht die Glocke schon“ von B. Weber in der Bretagne. Es folgte „Pferde zu Vieren traben“, ein Volkslied aus dem Tessin von Paul Zoll.

Mit „Ich hab´dich gern“, bearbeitet von A. Kanetschnieder, überbrachte der Chor mit melancholischem Unterton Grüße aus Kärnten. Durch die Weise „Die Rose“ von A. Mc Broom brachte er die irische Volksseele zum Klingen. Und schließlich erklang noch der Ohrwurm „Mala Moja“ aus Dalamatien von A. Kempgens.

Mit dem Welthit „Strangers in the Night“ des deutschen Komponisten Bert Kaempfert weckte der Chor Erinnerungen an Frank Sinatra. Da durfte die Hommage an die Weltstadt New York von Kohn Kander in der Bearbeitung von Otto Groll nicht fehlen. Udo Jürgens kam mit „Ein ehrenwertes Haus“ und „Griechischer Wein“ zu Wort.

Schwungvoll verabschiedete sich der ausgewogene, bestens eingestellte Klangkörper mit dem „Fliegermarsch“ des österreichischen Komponisten Hermann Dostal bis zum Finale, um dann noch einmal im Verein mit der Jazzband bei „Wochenend und Sonnenschein“ von Otto Groll groß aufzutrumpfen.

Mit der „Bourbon Street Parade“ von P. Barbarin lieferte die Jazzband unter Bert Niessen ihre erste überzeugende Visitenkarte ab. Mit „What a wonderful world“ von Louis Armstrong ließ sie die wunderschöne Welt hochleben. Stimmungsvoll ging es mit dem Calypso „Isle of Capri“ weiter: Das Quintett in der Besetzung Trompete, Saxophon, Klarinette, Susaphon und Banjo war in seinem Element. Wie auch bei den nachfolgenden Darbietungen lebten die Musiker, sowohl im Zusammenspiel als auch bei den solistischen Improvisationen, ihre Vorlieben aus.

Die ganze stilistische Bandbreite der Jazzmusik wurde von den versierten Musikern ausgelotet. Mit dem „Creole live call blues“ machten sie eine tiefe Verbeugung vor dem bedeutendsten Jazzer der Vereinigten Staaten, Duke Ellington. Die Post ging so richtig ab bei dem Ohrwurm „Oh when the saints“ von Edward Broatner.

Die Besucher ließen sich nicht zweimal bitten und klatschten ekstatisch in die Hände. Auch nach der Pause legte sich die Band jazzig ins Zeugnis, von „When you´re Smiling“ über „Sweet Sue“, „Cést si bon“ und „When I´m 64“ von John Lennon/Paul Mc Cartney bis hin zum traditionellen „Old stugelee blues“.

Mit dem Dixieland-Song „Ice cream“ von Howard Johnson versetzte das Quintett zum krönenden Abschluss ein weiteres Mal sein Publikum in musikalische Verzückung.

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