Herzogenrath - Kleine Piloten erleben großartiges Rennen

Kleine Piloten erleben großartiges Rennen

Von: mabie
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Tempo, Tempo: auch bei der dritten Auflage des Bobby-Car-Rennens in Straß waren wieder viele schnelle kleine rote Flitzer unterwegs. Foto: Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald
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Die rasante Kurve kurz vor der Zieleinfahrt war natürlich ein besonderes Schauspiel schon bei den jüngsten Teilnehmern. Foto: Markus Bienwald
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Jan Suc, Kimberley Kickartz und Ronny von Hall (v.l.), der später die Konkurrenz bei den Original Bobby-Cars dominierte, schnürten schon früh ihre Rennschuhe. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Schon früh schnürten Jan Suc, Kimberley Kickartz und Ronny von Hall an diesem sonnigen Tag ihre schnellsten Turnschuhe. Auch das kleine, meist rote Renngefährt stand, frisch auf beste Einsatzbedingungen gebracht, schon in der elterlichen Garage bereit.

Die Drei waren nur eine kleine Auswahl von Teilnehmern an der inzwischen dritten Auflage des Bobby-Car-Rennens in Straß. An der steilen Friedhofstraße ging es über den eigens gefegten Parcours hinab zum großen Parkplatz.

Bei den doch hohen Tempi, die vor allem die getunten Varianten mit viel kleineren Rädern erreichten, war natürlich Sicherheit oberstes Gebot. Zuschauer wurden schnell noch von der Strecke verwiesen, wenn die Renner anrauschten, überall standen Strohballen bereit, um vor allem in der heiklen Kurve kurz vor der Zieleinfahrt bei einem Crash nicht in der Zuschauermenge zu landen, Helme und Knieschützer waren ohnehin Pflicht.

Begeistertes Publikum

Viel Vorbereitung mentaler Art brauchten unsere drei Fahrer dagegen nicht. Sie schienen hochkonzentriert, ließen sich gerade einmal für ein gemeinsames Foto hinreißen, ohne viele Worte zu machen. „Es macht einfach Spaß, dabei zu sein“, gab Ronny von Hall ein kurzes Statement ab. Dann schwang er sich mit Helm und Bobby-Car auf die Rampe, um wenig später an einem begeisterten Publikum vorbeizurauschen. Natürlich war die Wortkargheit verständlich, schließlich musste jeder der Teilnehmer die nur knapp bemessene Einfahrzeit bestens ausnutzen. Um die Renner schnellstmöglich wieder an den Start auf der Rampe zu befördern, standen natürlich noch jede Menge starker Papaarme bereit, die flugs wieder für einen reibungslosen Start sorgten. Auch kleinere Reparaturen oder durch akute Tränenbäche durchschrittene Motivationstäler waren so in Verbindung mit den tröstenden Eigenschaften der Mütter schnell aus der Welt geschafft.

Erlös für Kunstrasen

Mal abgesehen vom gar nicht so fehlenden Duft und der Geräuschkulisse hart zündender Rennmotoren, war aber auch rund um das Bobby-Car-Rennen in Straß alles wie bei den großen Racern. Die Fans hatten sich schon teilweise am Abend zuvor die besten Plätze an der steilen Strecke gesichert und die wenigen gute Sicht versprechenden Ränge an der scharfen Kurve kurz vor Ziel waren schon früh ausgebucht. Würstchen vom Grill, ein kühles Blondes vom Fass und die Chance, sich mit den Nachbarn im Garten zu einem großen Rennspektakel auf kleinstem Raum zu treffen, waren natürlich auch unbezahlbar.

Der „Große Preis“ von Straß wurde dieses Mal übrigens unter über 50 Kindern ausgefahren, die alle ihre ganz eigene Philosophie aus dem Training mitgebracht hatten. Einige bretterten mit coolem Blick rasend schnell die Piste herunter, andere genossen mit dickem Grinsen im Gesicht die Fahrt an der jubelnden Menge vorbei und pfiffen mit den Hacken am Boden gleichermaßen auf Bestzeiten wie auf überflüssiges Profil an den Schuhsohlen. Der Spaß stand schließlich absolut im Vordergrund. „Auf die Platzierung kommt es nicht an, nur auf den Spaß“, hatte auch Kimberley Kickartz schließlich kurz vor dem Rennen wissen lassen.

„Die Zuschauer haben spannende Rennen und waghalsige Fahrmanöver gesehen“, freute sich auch Michaela Meurer von der Fördervereinigung der Sportvereinigung Straß, die das Spektakel organisiert hatte.

Bei den Original Bobby-Cars teilten sich Erik Sevenich und Sascha Avemann den dritten Rang, als Sieger überzeugte Ronny von Hall, gefolgt von Bianca Mohr auf dem zweiten Platz. Bei den getunten Flitzern gewann Felia-Sahteene Urbanke vor Tobias Foerster, Platz drei sicherte sich Felix Eifler.

Bei dem Rennen der Erwachsenen gingen 20 Fahrer und Fahrerinnen an den Start. Den zweiten Platz erkämpfte sich Dirk Ujhelyi, gefolgt von Christian Turkovic auf Platz drei. Als Sieger setzte sich Patrick Muhr durch. Rainer Kupferschläger, der Sieger des letzten Bobby Car Rennens, musste sich frühzeitig mit Achsbruch geschlagen geben. Auch für die jüngsten Besucher des Rennens gab es Preise für die schönsten gemalten Bilder rund um das Bobby Car. Der Vorstand der Fördervereinigung der Sportvereinigung Straß bedankte sich bei allen Helfern und Teilnehmern, und der Erlös aus dem Bobby-Car-Rennen fließt auch in diesem Jahr in das Projekt Kunstrasen der SpVgg Straß.

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