Kleine Patientin aus Tadschikistan ist der Liebling in der Unfallchirurgie

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Geburtstagsfeier bei den neuen
Geburtstagsfeier bei den neuen Freunden in der Ferne: Die 13-jährige Madina hat mit dem Team des Medizinischen Zentrums viel Spaß.

Würselen. Es war ein Wiedersehen, das allen auch viel Freude bereitet hat. Die 13-jährige Madina aus Tadschikistan hat zum zweiten Mal ihren Geburtstag im Medizinischen Zentrum der Städteregion Aachen gefeiert.

Erneut hatte das Friedensdorf in Oberhausen - eine Hilfseinrichtung, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holt - sich für das Mädchen eingesetzt. Im Februar 2010 wurde sie zum ersten Mal im Betreibsteil Marienhöhe betreut und dort über viele Monate hinweg ärztlich versorgt. Nach den Strapazen zahlreicher Operationen kehrte sie anschließend für ein halbes Jahr zu ihrer Familie nach Tadschikistan zurück. Im August des vergangenen Jahres standen dann weitere Operationen für Madina an. Mit großer Hoffnung flog sie erneut nach Deutschland.

Mehr als 30 Operationen

Unter der Leitung von Dr. med. Markus Graf, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, wurde die kleine Patientin insgesamt mehr als 30 Mal an ihrem Bein operiert, das auf Grund eines lang zurückliegenden Unfalls in ihrer Heimat nicht mehr wächst. Ärzte und Pflegepersonal des MZ kümmerten sich herzlich um die kleine Madina. Nicht nur die Menschen im direkten Umfeld des fröhlichen Mädchens, sondern auch der Rest des MZ-Personals hatten die Kleine in ihr Herz geschlossen.

Shoppen und Kinobesuche

Neben einer liebevollen Behandlung haben die Mitarbeiter des MZ der Besucherin auch möglichst viel Abwechslung geboten. So standen gemeinsame Kinobesuche und Shoppingtouren auf dem Programm. Auch ein Essen Restaurant oder ein Spielenachmittag waren im Angebot. Alle gaben ihr das Gefühl von Geborgenheit und Gemeinsamkeit, so dass sie ihre Familie in Tadschikistan nicht allzu sehr vermissen musste.

Dass auch eine Geburtstagsfeier zu diesem Programm gehörte, war eine Ehrensache. Madina freute sich nicht bloß über viele Besucher, sondern auch über einige Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten. „Die kleine Patientin fühlt sich sehr wohl, sie hat viele Freunde und das Gefühl einer Familie im MZ erworben”, sagt Dr. Markus Graf.

Auch die Verständigung ist längst kein Problem mehr. Madina spricht mittlerweile sehr gut Deutsch. Ein Grund mehr, sich auf die Rückkehr zu freuen. Denn die Sprache möchte sie ihren Freunden in der Heimat gern ein wenig näherbringen.
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