Kleiderspenden für verletzte, kranke Kinder

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Für die gute Sache packen die Lionsclub-Mitglieder alle gerne mit an: Fahrer Clemens Treuling, Samira Idries (Baesweiler), Hans-Peter Drews (Monschau), Marion Müller (Alsdorf), Wilhelm Schevardo (Würselen) und Andreas Fries (Eschweiler/ Stolberg, v.l.). Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. „Das Schöne bei dieser Aktion: Wir arbeiten alle zusammen.“ Andreas Fries gehört dem Lionsclub Eschweiler-Stolberg an. Das ist einer von bereits acht Lionsclubs, die sich für eine gemeinsame Sache einsetzen: Für das Friedensdorf in Oberhausen.

„Wir sammeln Kleider, vor allem für Kinder, aber auch für Frauen und Männer und dann bringen wir alles mit einem Transporter, den ein Lionsfreund aus Übach zur Verfügung stellt, nach Oberhausen“, sagt Wilhelm Schevardo vom Würselener Lionsclub.

„Ich war schon drei Mal im Friedensdorf und jedes Mal hat mich das, was ich gesehen habe, bewegt“, erinnert sich Schevardo. Da sah er Kinder mit äußeren Verletzungen, wie Verbrennungen und Behinderungen mit Gehhilfen und Rollstühlen, aber auch mit Missbildungen der Füße. „Seit 1967 hilft das Friedensdorf international verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisegebieten. Kinder werden kurzfristig zur medizinischen Behandlung nach Europa geholt, weil ihnen in ihren Heimatländern nicht geholfen werden kann.

Kostenlose Operationen

Nach der Behandlung – die Ärzte in vielen Krankenhäusern operieren die Kinder kostenlos – werden sie wieder in ihre Heimat zurückgebracht. Das Friedensdorf macht keine Werbung. Sie chartern immer wieder Flugzeuge und bringen verletzte Kinder nach Oberhausen.

Von dort werden sie auf die Krankenhäuser verteilt. Danach kommen die Kinder wieder nach Oberhausen zurück und bleiben dort so lange, bis ein wiederum gecharteter Flieger sie nach Hause zurück bringt.

„Manchmal sind die Kinder zwei Jahre in Deutschland, da brauchen sie Kleidung. Und zwar gleich in verschiedenen Größen“, sagt Wilhelm Schevardo, der sich das Kleiderlager im Friedensdorf angesehen hat. „Da sind die einzelnen Kleidungsstücke nach Jahreszeiten und Größen sortiert.“

Schon drei mal ging im letzten Jahr der Transport von Würselen nach Oberhausen. „Wenn die Spender erstmal wissen, dass die gespendeten Kleider wirklich nicht in den Reißwolf gehen, dass sie gebraucht werden und dass sich Kinder über die Sachen freuen, dann spenden ganz viele Menschen“, freut sich Wilhelm Schevardo.

Acht engagieren sich

Aber besonders freut er sich, dass acht Lions Club gemeinsam auftreten: Die Clubs Alsdorf, Baesweiler, Monschau, Eschweiler-Ascvilare, Eschweiler-Stolberg, Übach-Palenberg/Geilenkirchen, Würselen und Aachen, der Club Dreiländereck.

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