Klatsche für die CDU: SPD stellt sich hinter Namensvorschlag fürs Kubiz

Von: vm
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Alsdorf. Mit deutlichen Worten und nicht ohne eine Spur von Spott haben der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Hans Vorpeil und der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Alsdorf, Hans-Peter Thelen, die Reaktion der CDU-Fraktion im jüngsten Hauptausschuss der Stadt Alsdorf auf den Namensvorschlag des Gymnasiums für das Kubiz kritisiert.

 Die CDU hatte dabei die Verdienste des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD) für das Annagelände angezweifelt.

„Wenn man geschichtliche Ereignisse seiner Heimatstadt nicht kennt, sollte man lieber schweigen“, sagt Vorpeil nun darauf. Und weiter: „Es war Ministerpräsident Johannes Rau, der nach zahlreichen politischen Gesprächen mit Abgeordneten, IHK und Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kabinett eine Entscheidung für ein Landesentwicklungsprogramm Anna durchsetzte.“

Der Nachfolger von Rau, Wolfgang Clement, habe an dieses für Alsdorf so außerordentlich wichtige Programm erinnert, indem er beim Besuch des Kabinetts in Alsdorf im Jahr 2001 feststellte, dass sein Vorgänger „ein bemerkenswert starkes Engagement für ein Landesprojekt im Kabinett gezeigt habe, denn schließlich habe er das als teilnehmender damaliger Minister noch gut in Erinnerung“. Alle Beteiligten seien sich über Parteigrenzen hinweg einig gewesen, dass Rau der entscheidende Mann bei diesem Projekt gewesen sei. „Schade, dass nach 21 Jahren sich diese in den Parteien bekannten Abläufe für die Alsdorfer CDU nicht mehr erschließen. Jedenfalls hatte man beim Gymnasium diese Sachverhalte in besserer Erinnerung“, so Vorpeil weiter. Er würde es jedenfalls begrüßen, wenn sich der Rat dem Vorschlag der Schule anschließen würde.

Und Hans-Peter Thelen fügte an, die CDU müsse nicht nur mit der Geschichte der eigenen Stadt vertraut sein, sondern auch mit der Gemeindeordnung: „Das möchte man der Alsdorfer CDU zurufen, die dem Gymnasium das Recht absprechen wollte, einen Antrag auf Namensgebung für das Kultur- und Bildungszentrum zu stellen.“ Prompt habe sie sich vom Bürgermeister über das Instrument „Bürgerantrag“ gemäß Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW belehren lassen müssen.

Die SPD unterstütze den Vorschlag der Schule aus Dank gegenüber Rau „mit ganzem Herzen und voller Überzeugung“.

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