Klassischer Genuss mit Mozartklängen in St. Pius

Von: Elisa Zander
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Imposant: Ein gewaltiger Klang
Imposant: Ein gewaltiger Klangkörper machte das Mozart-Konzert zum Genuss. Foto: Elisa Zander

Würselen. Das war ein Genuss. Das Benefizkonzert der Lions-Hilfswerke Lions Clubs Würselen und Stolberg-Eschweiler in der Kirche St. Pius X. bot Klassik auf höchstem Niveau in stilvollem Ambiente.

Der Chor und das Orchester der Hochschule für Musik und Tanz sowie der Chor der Musikschule Aachen, „Ars Cantandi”, präsentierten unter Leitung von Prof. Herbert Görtz Werke aus der letzten Lebensphase Wolfgang Amadeus Mozarts. „Für mich ist es unfassbar, was Mozart in dieser kurzen Zeit geschaffen hat”, betonte Görtz und erzählte, dass er im Alter von acht Jahren bei einem Konzertbesuch mit Stücken von Mozart beschlossen hatte, Musiker zu werden.

Einen großartigen Auftakt bot das Sinfonieorchester der Hochschule mit „Ave verum corpus” KV 618, Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622. Es ist das letzte Instrumentalkonzert Mozarts, das er nach den Kompositionen von 27 Klavierkonzerten, fünf Violinenkonzerten und acht Bläserkonzerten im Herbst 1791 vollendete. An der Solistin Kumi Iitsuka hätte Mozart wohl seine helle Freude gehabt, war die Klarinette schließlich eines seiner Lieblingsinstrumente und von der fabelhaften Musikerin gespielt ein wahrer Genuss. „Sie hat ein unglaubliches Gefühl für Takt”, zeigte sich der Dirigent begeistert von der Klarinettistin. Auch die Streicher hatten Platz, das Volumen ihrer Instrumente einzusetzen.

70 Sänger und vier Solisten

Im zweiten Teil präsentierte sich der 70-köpfige Chor nebst den vier Solisten Nina Unden (Sopran), Kanako Sakaue (Mezzosopran), Kyu Hyun Lee (Tenor) und Lucas Singer (Bass). Zunächst gab es die von wenigen Streicherklängen unterstützte Chor-Motette „Ave verum corpus”. Mit dem anschließenden Requiem d-moll schickten die Musiker ihr Publikum auf eine Sinnesreise. Immer wieder übertrafen sich Musiker und der Dirigent selbst.

Bereits seit zehn Jahren organisieren die beiden Hilfswerke Konzerte mit Unterstützung von Herbert Görtz für einen guten Zweck. Die Summe kommt ohne Abzüge dem Sozialpädiatrischen Zentrum Aachen zu. Dort werden Kinder und Jugendliche mit motorischen, sprachlichen und geistigen Entwicklungsstörungen behandelt. Therapeuten, Lehrer, Ärzte und Psychologen werden fortgebildet, die Erkennung von Kindern mit Auffälligkeiten gefördert.

Das ehrenamtliche Engagement ist auf allen Seiten groß: Musiker und Sänger stellten sich erneut ohne Honorar in den Dienst der guten Sache; Hubert Wickerath und Günter Leuchter sorgten als „die guten Seelen der Gemeinden”, wie Dr. Holger Tschakert vom Lions-Club Würselen unterstrich, für die Organisation des Konzerts.

Weitere Unterstützung erhielt die Benefizveranstaltung durch den Orgelbauverein St. Sebastian, der die Bewirtung übernahm. „Sie lassen uns an Ihrer musikalischen Leidenschaft teilhaben”, bedankte sich Ralf Barkey, Präsident des Lions Club Würselen, bei dem Dirigenten „Wir können nur erahnen, mit wie viel Engagement und Herzblut Sie und Ihre Studenten sich auf diesen Abend vorbereitet haben.” Als Ausdruck der Anerkennung verliehen ihm die beiden Lions-Hilfswerke die „Honour Award Medal”.
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