Klares Votum für Sprache als neuen Förderschwerpunkt

Von: ehg
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Würselen. Der Ausschuss für Bildung entsprach in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dem Antrag der Albert-Schweitzer-Förderschule auf Erweiterung ihrer schulischen Ausrichtung um den Förderschwerpunkt „Sprache”.

Er beauftragte die Verwaltung, die Genehmigung dazu durch die Oberne Schulaufsicht einzuholen. Denn: „So komplex und ganzheitlich wie die Störungsbilder sollen auch die Förder- und Unterstützungssysteme für die betreffenden Kinder sein”, hieß es in der Begründung des gestellten Antrags. Dem wolle die Albert-Schweitzer-Schule zukünftig mit drei Förderschwerpunkten Rechnung tragen. Bereits zum heutigen Zeitpunkt sind fünf an der Schule tätige Pädagogen in der sonderpädagogischen Fachrichtung „Sprache” ausgebildet und somit für die Aufgabenstellung besonders geeignet. Auch die zunehmende sonderpädagogische Förderung im „Gemeinsamen Unterricht” (GU) an den Würselener Regelschulen, die bereits heute durch Lehrpersonal der Albert-Schweitzer-Schule geleistet wird und die Arbeitsschwerpunkte „Diagnose, Beratung und Prävention” umfasst, erfordere eine umfängliche Kooperation insbesondere im Bereich „Lern- und Entwicklungsstörungen”, zu der der Förderschwerpunkt „Sprache” gehöre, hieß es in der Sitzung weiter.

Gemäß einer Erhebung der Städteregion vom 19. Oktober 2011 werden in der Albert-Schweitzer-Förderschule 75 Kinder beschult, davon 38 im Förderbereich „Lernen” und 29 im Förderbereich „Emotionale und soziale Entwicklung”, acht weitere gelten als schwerstbehindert. Daneben werden in den Regelschulen 64 Kinder betreut, davon 38 in den Grundschulen und 26 in den weiterführenden Schulen. Von ihnen sind 14 in den Grundschulen und zehn in der Sekundarstufe I dem Bereich „Sprache” zuzuordnen. Außerdem werden 26 Kinder, die ihren Wohnsitz in Würselen haben, im Primarbereich in „Sprache” auf auswärtigen Schulen gefördert. 23 davon besuchen die Förderschule in Baesweiler.

Kompetenzzentrum

Durch die Erweiterung um den Förderschwerpunkt „Sprache” dürfte die Albert-Schweitzer-Schule als zukünftiges „Kompetenzzentrum sonderpädagogischer Förderung” beziehungsweise „Förderschule im Zentrum” gut aufgestellt sein, um auf die Herausforderungen und Erwartungen an eine sich veränderte Struktur der sonderpädagogischen Förderung zu reagieren. Darüber hinaus dürfte die Förderung der in Frage kommenden Kinder vor Ort sicher gestellt sein. Zeitaufwendige Wegstrecken werden in Zukunft entfallen. Die Albert-Schweitzer-Förderschule verfügt über ausreichend Kapazitäten für die Aufnahme zusätzlicher Schülerinnen und Schüler, die durch die Erweiterung um den Förderschwerpunkt „Sprache” in die Schule aufgenommen werden könnten und auch können, sobald die Obere Schulaufsicht ihr Plazet erteilt hat.
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