Klangwelten mit viel Improvisationstalent

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Gespür auch für Obertöne: Der Berliner Pianist und Stimmperformer Jens Thoma.

Würselen. Der Berliner Pianist und Stimmperformer Jens Thomas kombiniert die Ideen- und Klangwelt von Karlheinz Stockhausen mit eigenen Songs und Improvisationen. Es groovt, es rockt, es rauscht und irrlichtert, wenn sich der „Jimi Hendrix des Flügels“ (Süddeutsche Zeitung) von Stockhausens erster Komposition für Obertongesang „Stimmung“ inspirieren lässt.

Das ist nun live zu erleben beim Auftritt in Würselen am Freitag, 6. November. Um 19 Uhr beginnt die Performance im Alten Rathaus.

Jens Thomas nimmt Stockhausens Begriff der „Intuitiven Musik“ ernst und gibt sich ganz der Magie des Augenblicks hin. Die Philosophie und die Arbeitsweise von Karlheinz Stockhausen werden im Zuge einer Konzertreihe – organisiert vom Amt für Kultur der Städteregion – in der Region aufgegriffen und in neue Ideen, Musikformen und Kreationen gewandelt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die serielle Musik, Raum-Musik, Klang- und Gruppenkompositionen: das Intuitive wird dem Stockhausen-Projekt die Form geben. Was nach Zufälligkeit klingt, folgt allerdings einer klaren Spielanweisung: Der namengebende Komponist suchte stets eine Bestimmtheit, die der Musik den Weg ebnen sollte.

Der Pianist und Stimmperformer Jens Thomas, dem Aachener Publikum durch seine Zusammenarbeit mit Matthias Brandt („Psycho“) ein Begriff, nähert sich den unterschiedlichen Klangwelten von Stockhausen improvisatorisch. Sowohl das Spiel mit Obertönen im Flügel und mit der eigenen Stimme, als auch die intuitive Improvisation jenseits stilistischer Begrenzungen, sind wesentliche Aspekte der Musik von Jens Thomas.

Ort, Raum und Publikum sind seine Inspirationsquellen, die die Musik in verschiedene Stimmungen führt, oder, wie er selbst sagt: „Improvisation ist nicht das Erfinden von etwas, sondern das Sicht- und Hörbarmachen von dem, was unsichtbar wirkt.“

Jens Thomas, 1970 in Braunschweig geboren, studierte Jazz-Klavier an der Musikhochschule in Hamburg bei Prof. Dieter Glawischnig. Seit 1996 hat er zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht und Auszeichnungen – unter anderem SWR-Jazzpreis, Kunstförderpreis Niedersachsen – abgeräumt.

Karten für den Auftritt im Alten Rathaus Würselen, Kaiserstraße 36, gibt es für 3,50 Euro im Kundenservice Medienhaus in der Großkölnstraße 56 in Aachen (10 bis 19 Uhr) sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße, ebenfalls in Aachen (8 bis 18 Uhr).

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