Klagenden Obdachlosen droht Zwangsgeld

Von: -ks-
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Unterkunft für Obdachlose: Die Stadt Würselen geht jetzt per Anordnung gegen zwei gegen sie klagende Bewohner vor. Foto: Karl Stüber

Würselen. Im Streit um das Engersetzen von zwei Obdachlosen in der städtischen Unterkunft Neustraße 40 geht jetzt – wie angekündigt – die Stadt Würselen gegen die Klagenden vor. Freitagmittag wurde den beiden ein Schreiben der Stadt Würselen ausgehändigt.

Demnach müssen sie sofort ihr bislang zugewiesenes Doppelzimmer gegen ein kleineres Zimmer eintauschen, in das auch noch ein oder zwei andere Obdachlose einziehen sollen. Der dann frei werdende Raum soll mit sieben Asylbewerbern belegt werden, sagte der Betroffene Robert Bieniek gegenüber unserer Zeitung. Sollten die so Angewiesenen dem nicht Folge leisten, droht ihnen ein Zwangsgeld in Höhe von 100 Euro.

Da die Anwältin der beiden Obdachlosen erst am Montag einen Termin anbieten könne, um das weitere Vorgehen mit ihren Mandanten zu besprechen, will Bieniek bis dahin mit einer Reaktion warten.

Die zwei Obdachlosen hatten Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht, weil sie das Engersetzen sowohl für sie als auch die Asylbewerber für nicht zumutbar und menschenunwürdig halten. Zudem führt die Anwältin Probleme bei der Einhaltung von vorgegebenen Fluchtwegen und Brandschutzauflagen an. Als Reaktion verhängte laut Bieniek die Stadt ein striktes Rauchverbot im Haus – was natürlich andere Hausbewohner nicht gerade begeistert.

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