Kita unter Wasser: Gruppenräume nicht mehr nutzbar

Von: Holger Bubel
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Vollkommen hinüber: Das Wasser hat den Parkettboden unterlaufen und regelrecht gesprengt. Stellvertretende Kita-Leiterin Beatrix Furmanski und ihr Team haben jetzt alle Hände voll zu tun. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Der eine oder andere kleine Bär und Biber hatte seine Tränchen ungehemmt fließen lassen, als er am vergangenen Montag in den Kindergarten gebracht wurde. Eine gerissene Zuleitung überschwemmte Teile der Kita an der Florianstraße.

Am Wochenende hatte nämlich eine gerissene Zuleitung zu einem WC-Spülkasten in einem Sanitärraum dazu geführt, dass sowohl die Biberburg als auch die Bärenhöhle der Kindertagesstätte Florianstraße fünf Zentimeter hoch unter Wasser standen. Viel Spielzeug ist kaputtgegangen, viel Liebgewonnenes in Mitleidenschaft geraten. Ein Schock für die Knirpse.

„Der Schaden ist irgendwann am Wochenende eingetreten, so dass niemand das ausfließende Wasser bemerkt hat“, erzählt Beatrix Furmanski, die stellvertretende Kita-Leiterin. Das Wasser hatte sich ungestört seinen Weg unter dem Parkett gebahnt und dieses regelrecht hochgesprengt. Insgesamt sind nun zwei Gruppenräume inklusive Sanitär- und Ruheräume und Garderoben sowie der Mehrzweckraum und das Foyer der Kita von dem Schaden betroffen.

50 Kinder müssen nun vorübergehend, vielleicht sogar bis zu zehn Wochen, in einem Ausweichquartier betreut werden (s. Nachgefragt). Das ist nicht schön für die Kinder, die Eltern und die Betreuerinnen. Dabei musste ohnehin in der Kita bereits hier und da ein wenig improvisiert werden. Derzeit wird die Einrichtung nämlich auf die U3-Betreuung getrimmt und erweitert. „Aber die Umbaumaßnahmen haben nichts mit diesem Wasserschaden zu tun“, will Manfred Schmidt, stellvertretender Fachgebietsleiter Jugend, Mutmaßungen in dieser Richtung gleich unterbinden. Im Gegenteil: „Noch ist nicht geklärt, ob diese Baumaßnahmen durch den Schaden beeinflusst werden.“

Derzeit sind die Sachverständigen bei der Arbeit, die Feuchtigkeitsschäden müssen gemessen werden. Klar ist, dass das zerstörte Parkett entfernt werden muss und der Boden durch Belüftung trocken gelegt werden muss, bevor ein neuer Boden verlegt werden kann. Wie teuer das wird, dazu können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. „Aber es ist ein Versicherungsfall. Zur Behebung rechnen wir nicht mit einen Eigenkostenteil“, sagt Schmidt. Unverzüglich habe man aber wegen dieses unvorhersehbaren Vorfalls alle Zuschläuche in den Sanitäreinrichtungen überprüft und gleich ausgetauscht.

Nach einer für Kinder, Eltern und Betreuer ereignisreichen Woche blickt Beatrix Furmanski auch mit poitiven Gefühlen zurück: „Dieser Vorfall hat gezeigt, wie toll unser Team zusammenhält. Wenn Bienen den Bären helfen, die Füchse und Mäuse den Bibern, das ist großartig“, zollte sie den Kolleginnen ein ganz dickes Lob.

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