Kita-Umzug steht kurz bevor

Von: Stefan Klassen
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Weit vorangeschritten: Nach nur wenigen Monaten Bauzeit ist das Gebäude der künftigen Kindertagesstätte an der Mariastraße unweit des Baesweiler Rathauses schon fast fertiggestellt. Foto: Stefan Klassen
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Projekt Einkaufszentrum: Peter Strauch will Politik und Bürgern demnächst eine komplette Planung vorlegen. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. „Langsam wird es Zeit. Unsere Einrichtung platzt aus allen Nähten.“ Doch Maria Görtz, Leiterin des Familienzentrums „Sonnenschein“ Im Kirchwinkel, ihre Kollegen und natürlich die Kinder werden nicht mehr lange warten müssen: Ihr Umzug aus den alten und zu kleinen Räumen in die neue Kita „Mariastraße“ steht nämlich kurz bevor.

Läuft alles nach Plan, dann wird es im Januar 2014 so weit sein. Dann ist auch der bauliche Weg frei für die weitere Entwicklung des geplanten Einkaufszentrum-Projekts auf dem Areal am Feuerwehrturm. Dafür wird die Kita „Sonnenschein“ abgerissen.

Binnen kurzer Zeit haben Stadt Baesweiler und die Städteregion Aachen als Trägerin der Kindertageseinrichtung den Kita-Neubau realisiert. Zu diesem Zweck musste das 2150 Quadratmeter große Grundstück, auf dem sich unter anderem die ehemalige Baesweiler Stadtdirektoren-Villa befunden hatte, von der Stadt für rund 40.000 Euro „baureif“ gemacht werden, wie Technischer Beigeordneter Peter Strauch betont. Dem etwa 70 Jahre alten Gebäude – schon seit rund drei Jahrzehnten an Privatleute vermietet – rückte die Abrissbirne ans Gemäuer. Dabei wurde auch ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen Villa und altem Rathaustrakt aufgetan und verschlossen.

Platz für 65 Kinder

Dass die intensive Bautätigkeit der vergangenen Monate bald ein Ende haben wird, darauf freut sich auch Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens – aus zwei Gründen: So rollen die schweren Maschinen derzeit auf dem Weg zur Baustelle permanent über den Personalparkplatz der Stadtverwaltung, was Lärm und Dreck bedeutet. Und, viel wichtiger, „durch den Kita-Neubau wird der städtebaulichen Verbindungsachse von der Innenstadt zum Rathaus ein weiteres Element hinzugefügt“. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit der Städteregion „sehr erfreulich“ verlaufen, lobt der erste Bürger. Das bestätigt auch Markus Terodde, Dezernent für regionale Entwicklung, Bildung, Jugend und Kultur bei der Städteregion. „Die Zusammenarbeit läuft großartig.“

Unterm Strich wird ab Januar ein viergruppiger integrativer Kindergarten mit einer Nutzfläche von 665 Quadratmetern stehen. Er wird 65 Kindern Platz bieten. 22 Plätze sind für Kinder ab vier Monaten bis drei Jahren vorgesehen, davon bis zu 2 für Kinder mit einer Behinderung. Die restlichen 43 Plätze stehen Ü3-Kindern – darunter bis zu 3 mit einer Behinderung– zur Verfügung. Die Baukosten belaufen sich laut Dezernent Terodde auf gut 1,4 Millionen Euro.

Nach dem Umzug wird die Kita Im Kirchwinkel dem Erdboden gleich gemacht. Das Gebäude, das energetisch und größenmäßig den aktuellen Standards nicht mehr genügt, gehört der Stadt Baesweiler und war jahrzehntelang an die Städteregion als Trägerin des Kindergartens vermietet worden. „Wenn das Gebäude weg ist, könnte das Einkaufszentrum am Kirmesplatz kommen“, sagt Technischer Beigeordneter Peter Strauch zum Stand der Planungen. Derzeit sind Experten damit betraut, Gutachten etwa zum Verkehrsfluss, Lärm oder Baugrund anzufertigen. „Wir haben der Politik und den Bürgern zugesagt, kein Stückwerk sondern eine komplette Planung vorzulegen“, betont Strauch.

Dies wird wohl nicht mehr lange dauern. Noch vor Jahresende, so glaubt Strauch, könnten erste konkrete Planungen in Fachausschuss und Stadtrat zur Diskussion gestellt werden. Darüber hinaus will die Stadt ein Bürgerforum zum Großprojekt im Herzen der Stadt veranstalten.

Aktuelle Grundlage der Überlegungen für einen Supermarkt sowie einen Discounter ist eine Konzeption des Düsseldorfer Planungsbüros RKW. Priorität hat laut Strauch auf jeden Fall die Einbeziehung von Anregungen und Meinungen aus der Bürgerschaft. Derzeit gebe es „keine Klagen, aber Hinweise“ etwa von Anwohnern. „Solche Themen – Lärm, Verkehrssituation oder Anlieferverkehr – möchten wir mit Hilfe der Gutachten in den Griff bekommen.“

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