Kita St. Castor: Neue Räume, neues Team, neues Konzept

Von: Holger Bubel
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Bei den U3-Kindern ist viel Aufmerksamkeit gefordert – etwa von Pädagogin Angela Scheiris. Foto: Holger Bubel
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Die „Großen“ der Kita St. Castor können sich schon ganz gut selbst beschäftigen – unter den wachen Augen von Erzieherin Karin Lang. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Jetzt meldet auch der letzte katholische Kindergarten in Alsdorf Vollzug: Die Kita St. Castor ist jetzt ganz offiziell eine U3-Einrichtung.

In einer Umbauzeit von knapp 15 Monaten wurde der Kindergarten ordentlich auf Vordermann gebracht und um die Ansprüche, die eine Betreuung von unter dreijährigen Kindern erfordert, erweitert – für insgesamt etwa 800.000 Euro. Ein Batzen Geld, der nur zu rund 300.000 Euro mit öffentlichen Landesmitteln bezuschusst wurde, immerhin eine halbe Millionen Euro aus Rücklagen stemmte der Träger der Einrichtung, der Katholische Kirchengemeindeverband Alsdorf (KGV), selbst.

Ganz einfach gestaltete sich dieser Umbau unter Leitung des Alsdorfer Architekten Olaf Ptak nicht: Altes mit Neuem zu kombinieren, war eine Herausforderung für Planer und Handwerker. Aber das Resultat kann sich wahrlich sehen lassen: „Durch die neuen und umgestalteten Räume haben wir uns massiv vergrößert und haben jetzt die Möglichkeit, den Bildungschancen aller Kinder gerecht zu werden“, erklärt Kita-Leiterin Anja Herten.

Dazu wurde auch ihre Team um zwei Fachkräfte aufgestockt, außerdem hat es „Ab- und Zugänge“ gegeben, so dass sich nun eine ganz neue Truppe um das Wohl der Kleinen kümmert.

Ernährung, Sprache, Bewegung

Ernährung, Sprache, Bewegung – die drei großen pädagogischen Themen können durch die neuen Rahmenbedingungen noch intensiver gepflegt und gefördert werden. „Unser neues Konzept, das diesen neuen Platzbedingungen im positiven Sinn geschuldet ist, legt einen Schwerpunkt auf sogenannte Aktionsräume“, erklärt Anja Herten.

Auch wenn sich die Kita nicht als Montessori-Einrichtung versteht, den Grundsatz der Pädagogin Maria Montessori ist in das Konzept eingeflossen: Die Aufgabe der Umgebung ist nicht das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren. So wird die Küche etwa als Aktionsraum zum Thema Ernährung und Zubereitung von Mahlzeiten auch von den Kindern genutzt, ist also keine Tabu-Zone.

Ein Raum, „der Gold wert ist“ (Anja Herten), ist nun der Literatur- und Bilderbuchraum. Eine reizarme Atmosphäre dort, fördert das Zuhören der Kleinen und bietet außerdem einen Raum zur individuellen Betreuung in Einzelfällen.

Die Nebenräume der drei Gruppen, in denen insgesamt 68 Kinder – darunter bislang zwölf U3-Knirpse, deren Zahl im kommenden Jahr auf 18 aufgestockt werden wird – von zehn pädagogischen Fachkräften betreut werden, werden als sogenannte Forschungsräume genutzt. Die Schlafräume für die ganz Kleinen können mit wenigen Handgriffen zu Spiel- oder Bewegungsräumen umfunktioniert werden

Ein solcher ist auch der ehemalige Gruppenraum, in dem geturnt und getobt werden kann. Zwei Bereiche wurden ausschließlich zu Aktionsräumen für die U3-Kinder eingerichtet. „Die Kleinen benötigen ja noch eine ganz besondere Betreuung und ganz viel Aufmerksamkeit“, sagt Leiterin Herten.

Nicht genug, auch das angrenzende Castorhaus wird mit benutzt. „Dort haben wir unser Atelier, in dem sich die Kinder ganz kreativ austoben können.“

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