Baesweiler - Kita „Pusteblume” holt die Familien ins Boot

Kita „Pusteblume” holt die Familien ins Boot

Von: Daniel Gerhards
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Neben der Arbeit auf dem Weg zum Familienzentrum bleibt dem Kita-Team um Leiterin Agnes Pfeifer (3.v.l.) noch Zeit, den Kleinen beim Spielen zuzusehen. Darüber freut sich auch DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Timmermanns (r.). Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Auch die Familien ins Boot holen: Das Team der DRK-Kindertagesstätte „Pusteblume” in Baesweiler möchte den Kontakt zu den Eltern der betreuten Kinder intensivieren. Auch darum ging es jüngst bei einem Tag der offenen Tür.

Am Ende dieses Prozesses soll die Zertifizierung zum Familienzentrum stehen. Schon jetzt bietet die Kita etwa Babymassage-Kurse an, informiert über Beratungsstellen für Familien, arbeitet mit Logopäden oder startet Programme zur Sprachförderung. So lernen türkische Eltern und Kinder im „Rucksack”-Programm seit fünf Jahren die türkische und die deutsche Sprache.

Bei den vielen Angeboten der Kita spielen die Wünsche der Eltern eine große Rolle. Wenn die Eltern ihren Nachwuchs morgens in die Kita gebracht haben, bietet das Team um Leiterin Agnes Pfeifer allen Eltern noch einen Kaffee an.

„Dabei entwickeln sich viele Ideen”, sagt Pfeifer. Bei der Umsetzung dieser Ideen für die 60 betreuten Kinder - davon sind zehn unter drei Jahre - und deren Eltern kann das „Pusteblume”-Team auf ein großes Netzwerk bauen. „Wir nutzen die große Zahl unserer Kitas”, sagt Peter Timmermanns, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, „das ist schon ein Vorteil, wenn man nicht nur eine isolierte Einheit hat.”

Bei den Projekten der Kita sollen Sprachförderung und Bewegung im Mittelpunkt stehen. Und: „Ein weiteres Ziel ist die Tagespflege - da wollen wir uns engagieren”, sagt Agnes Pfeifer. Der Prozess der Zertifizierung stellt das Kita-Team vor neue Aufgaben. Pfeifer: „Man muss das erst mal alles lernen. Das ist eine neue Herausforderung, so etwas neben dem normalen Tagesbetrieb zu organisieren.”

Bürgermeister Willi Linkens freut sich über die Entwicklung, die die Kitas ganz allgemein in den vergangenen Jahren genommen haben: „Wenn man sieht, dass Kindergärten früher vor allem Verwahranstalten waren, ist das schon sehr erfreulich, wie engagiert heute in so einer tollen Umgebung gearbeitet wird.”

Das sei auf die stärkere Kooperation zurückzuführen. Timmermanns: „In den vergangenen Jahren hat sich mächtig viel verändert, was die Zusammenarbeit von Kita, Träger und Eltern betrifft.”

Ausbaustufe

Ein weiteres Ziel liegt für die Kita „Pusteblume” in nicht allzu weiter Ferne. In der Ausbaustufe der U3-Betreuung in Baesweiler möchten Timmermanns und Pfeifer ihre Kita erweitern. Das könnte 2010 der Fall sein. Timmermanns: „Unser Ziel ist es, durch einen Anbau Platz für eine weitere Gruppe zu schaffen.”

In dieser Gruppe sollen weitere Kinder unter drei Jahren betreut werden. Timmermanns würde diese Gruppe gerne als integrative Gruppe - mit behinderten Kindern - aufbauen.

„Auf die Integration von behinderten und nicht behinderten Kindern versteht sich das DRK richtig gut. Das würden wir gerne als Schwerpunkt fortsetzen”, sagt Timmermanns. Ob der Ausbau der „Pusteblume” realisiert wird, ist noch nicht entschieden.
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