Kita „Don Bosco“ setzt auf Teamarbeit

Von: mabie
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Lea, Julian und Sascha (v.l.) finden ihre Stadt schön: Sie begutachten das „Don-Bosco-Stadion“ aus Legosteinen, das dank des Projektes von Florian Esser gebaut werden konnte. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Die Düvelstadt hat ein neues Stadion: Dass das auch in Zeiten allseits knapper Kassen geht, bewiesen die Kinder des Don-Bosco-Kindergartens in Euchen.

„Bei uns gibt es auch eine Stadionwurst“, lacht Florian Esser, „die ist nämlich ganz wichtig“. Dass es sich bei dem Projekt natürlich nicht um eine ausgewachsene Arena handelt, ist klar. Dass es sich bei dem Bau aber dennoch um eine ganz besondere Geschichte handelt, wird beim genauen Hinsehen deutlich.

Florian Esser hat nämlich über unsere Zeitung zu einer speziellen Spendenaktion aufgerufen, bei der es weniger um große Beträge als um echte Bausteine des Lernens ging. „Dem Aufruf in der Zeitung folgte eine Spendenwelle für Lego-Steine“, lüftet er das Geheimnis. Die Steine, das wissen Eltern wie Erzieher gleichermaßen, sind beim Spielen wertvoll, aber in der Anschaffung teuer. So ersann Esser, der sein Berufspraktikum als Erzieher in der integrativen Einrichtung absolviert, die Idee mit den Spenden.

„Es waren viele Steine und es waren auch Steine dabei, die ich vorher noch gar nicht kannte“, erzählt er. Hellgrün oder orange waren ihm ebenso neu wie Ecksteine, die sich bestens für Häuser verwenden lassen. Der 25-Jährige hat mit seinem Zwillingsbruder natürlich früher auch sehr viel mit den Bausteinen gespielt, eigene Dinge geschaffen und auch Häuser gebaut. Genau das setzte er auch bei den 53 Kindern mit und ohne Behinderung ein, die in der Einrichtung täglich neu die Welt entdecken.

Die Stadt besichtigen

Gruppenübergreifend wurde in der Halle der Kindertagesstätte gebaut, es war eigentlich egal, wer mit wem dort baute, ob Mädchen oder Jungen, allen gefiel das. „Jeder Stein zählte“, ist Florian Esser für die Unterstützung der Spender dankbar, denn die Stadt sollte wachsen, gedeihen, sich auch einmal verändern. Neben dem gelben Haus finden sich dort viele weitere Häuser, sowie einen viele Kilo schweren Turm, der extra auf einem Rollbrett drapiert wurde, um ihn transportieren zu können. Und da kam natürlich auch ein Stadion, das „Don-Bosco-Stadion“ dazu, mit Würstchenbude versteht sich. Zwar werden hier keine Lego-Würstchen verkauft, doch die eigens im Stadion installierten Figuren scheinen dennoch ihren Spaß am Spaß von Kindern und Erziehern zu haben.

„Ästhetik zählte bei der ganzen Aktion nicht, es ging aber um Standfestigkeit und darum, dass die Kinder gemeinsam lernen, wie gebaut wird“, weiß Florian Esser. Insbesondere die Kinder, die sich sonst eher still zeigen, hatten dabei besonders viele gute Ideen, ergänzt auch die Einrichtungsleiterin Ines Eichhorn. „Freude und Spaß an der Sache fördern ist unheimlich wichtig“, sagt sie, und natürlich ist es auch toll, wenn die Erzieher voll hinter der Sache stehen, selbst Spaß an einem Projekt haben.

Florian Esser spricht ein dickes Dankeschön an alle Spender richten, die das Lego-Projekt überhaupt erst ermöglicht haben. Auch sie haben die Möglichkeit, am Festtag zum 40-jährigen Bestehen des Don-Bosco-Kindergartens am Samstag, 22. Juni, die Lego-Stadt zu besuchen. Und vielleicht gibt’s dann zur Feier des Tages auch die passende Stadion-Wurst.

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