Kirmes in Oidtweiler: Junggesellen sorgen für stimmungsvolle Festtage

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Kevin Bergmann schwenkt zu Ehren der Majestäten die Fahne: Auch König Marc Bohlinger und Königin Claudia Zander (Mitte), Oliver Engels und Ronja van Amern (r.) sowie Sydor Vossen und Vanessa Jansen waren begeistert. Foto: Sigi Malinowski
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Bunt unterwegs: Die Kinder waren mit ihren geschmückten Fahrrädern eine Augenweide.

Baesweiler. Es ist so ein Sonntag, an dem sich das Leben eines ganzen Dorfes auf ein paar hundert Quadratmetern abspielt. Die heimischen Fußballer der Concordia kämpfen in den letzten Minuten ihres Spiels um den Ausgleich. Der fällt in Spielminute 90. Bezirksliga-Kicker Thomas Schöngen ist der Glückliche.

 Als er den Ball ins Netz der Brander Borussen jagt, hallt ein Aufschrei zwischen Kirchgasse, Pastor-Strang- und Bahnhofstraße. Denn dort, an der Bahnhofstraße, haben sich ganz viele Zaungäste an den Sportplatz gestellt. Sie warten nicht nur aufs halbwegs glückliche Ende des Bezirksligaspiels, das 2:2 ausgeht. Sie warten auch auf den König von Oidtweiler und auf sein Gefolge. Concordia und Kirmes, das sind zwei zentrale Angelegenheiten für nahezu jeden Oidtweiler.

Die Majestäten sitzen eine Straße weiter im Hause Zander. Während sie völlig zurückgezogen auf ihren Auftritt warten, singen sich Oidtweilers Junggesellen im Garten von Robert und Angelika Zander förmlich heiß. Schöner und lebenswerter geht’s kaum noch. Etwa 150 Gäste haben sich im schicken Zanderschen Anwesen um die Majestäten geschart.

Während die Thelens, Bremers, Brauns, Heutz‘ und Co. immer wieder ihre inbrünstig gesungenen Lieder anstimmen, legt Maikönig Marc Bohlinger noch (fast unbemerkt) ein Zigarettenpäuschen ein. Nervös? „Na ja, es geht, ich kenn das ja schon“, sagt der oberste Repräsentant des Junggesellenvereins Oidtweiler. Er war vor ein paar Jahren schon mal Maijunge. Seine Königin und Freundin Claudia Zander hat er gerade, kurz vor dem Festzug, erstmals im Traumkleid sehen dürfen. „Ein wunderbarer Moment, den man nicht mehr vergisst“, schwärmte der junge Mann beim Anblick seiner Angebeteten.

„Schlag 16 Uhr“ unterbricht JVO-Hauptmann „Ferris“ Pascal Haaren die vielen Gespräche und Gesänge. Er holt die Majestäten vor die Tür. Ein Raunen bricht aus, als Marc Bohlinger mit Claudia Zander und die beiden Maipaare Sydor Vossen und Vanessa Jansen sowie Oliver Engels und Ronja van Amern vor die Tür treten. Die Kameras klicken, die Hände klatschen, so mancher unter den Zuschauern wischt sich eine Träne aus den Augenwinkeln.

Das Bier verdient

Vielleicht auch in Erinnerung, vor vielen Jahren auch mal so im Blickpunkt gestanden zu haben. Wie die Jubilarpaare Bernd Zapke und Doris von Ameln und Franz-Josef Bergstein mit Stefanie Prepols. Sie waren im Jahr 1988, also vor 25 Jahren, Oidtweilers höchste Repräsentanten und schmücken ebenso wie die „40er“ Josef und Lucia Hansen den riesengroßen Festzug.

Als Bohlinger und Co. auf der Bahnhofstraße ankommen, kennt der Jubel keine Grenzen mehr. Es mögen sich mehr als 1000 Zuschauer an Oidtweilers „Königsstraße“ versammelt haben. Die Blaskapelle stimmt an, Fahnenschwenker Kevin Bergmann zeigt, was er drauf hat. Und als er mit seiner Kunst fertig ist, trinkt er gemeinsam mit Hauptmann Haaren zügig ein Bierchen. Das hat er sich verdient.

Die Majestäten schreiten ihr Volk ab. Überall, wo sie flanieren, jubeln die Menschen. Die Stimmung ist hervorragend. Bis in den Abend hinein, als der Königsball gefeiert wird und die Jubilare Michael Bremer, Frank Springmann und Markus Herten (alle 25 Jahre Mitglied im JVO) zu ihren Ehren kommen.

Da ist die Kirmes aber noch nicht zu Ende. Der Klompenball steht noch bevor. Dabei zog „halb Oidtweiler“ in schweren wie fantasievoll bemalten Holzschuhen durchs Dorf und dann zum Zelt. Um zu schwofen und ein paar Stunden Gemeinsamkeit zu genießen.

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