Kirchrather Straße: Grubenhäuser weichen Mietwohnungen

Von: Elisa Zander
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Zwölf Wohnungen, keine Stufen: So soll das Objekt an der Kirchrather Straße aussehen, wenn in gut einem Jahr die ersten Bewohner einziehen. Die Häuser der angrenzenden Grundstücke werden in ähnlicher Architektur erstellt. Grafik: GWG
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Schnittarbeiten: Das Gelände wird derzeit für den Baubeginn vorbereitet.

Herzogenrath. An der Kirchrather Straße entstehen neue, altersgerechte Mehrfamilienhäuser. Dort, wo jahrzehntelang Grubenhäuser des EBV standen, bauen die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion Aachen (GWG) sowie Privatinvestoren Seniorenwohnobjekte. „Die Wohnungen waren nur über Stufen erreichbar“, erinnert sich Prof. Axel Thomas, Geschäftsführer der GWG.

Ein Umbau wäre notwendig gewesen, vor allem, um einen Aufzug in die Gebäude zu integrieren. 1800 Euro laufende Betriebskosten hätten so jährlich auf die Miete der jeweils vier Wohnungen umgelegt werden müssen – unverhältnismäßig. So entschied sich der EBV, die Gebäude abzureißen und das Grundstück, unterteilt in drei Parzellen, zu veräußern.

„Beste Lage“, wie Axel Thomas und Stephan Sikora von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion und der kaufmännische Leiter des Projekts finden. Einige Meter entfernt ist eine Bushaltestelle, auf der anderen Straßenseite sind mehrere Arztpraxen angesiedelt, daneben Apotheke, Friseur, Bankfiliale, Getränke- und Supermarkt. Wichtiger Aspekt: Alles ist ebenerdig zu erreichen.

Die GWG investiert rund 1,5 Millionen Euro in das Objekt, das im Kfw-Effizienz-Standard 55 auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Grundstück realisiert wird. Der Baubeginn ist für März anvisiert. Ein Jahr später soll alles fertig und bezugsbereit sein. Die zwölf neuen Wohnungen haben eine Wohnfläche zwischen 50 und 65 Quadratmetern und sind mit einer Terrasse mit Gartennutzung oder Balkon ausgestattet.

Die Größe der Wohnungen ist bewusst gewählt. „Unserer Erfahrung nach wollen und brauchen die Senioren nicht mehr Platz“, erzählt Sikora. „Viele kommen aus dem Eigentum heraus, wollen die Größe und die Arbeit nicht mehr.“ Zur Sicherheit in den Wohnungen tragen unter anderem eingebaute Bewegungsmelder bei, so dass nicht erst nach dem Lichtschalter gesucht werden muss. Die Gegensprechanlage wird mit einer Videokamera ausgestattet.

Auf dem Markt werden die Objekte noch nicht angeboten – auch, weil die GWG sich nicht um Werbung bemühen muss. „Die Nachfrage ist deutlich höher“, sagt Sikora. Die GWG verwaltet mehr als 800 Wohnungen – es gibt Wartelisten. Die im direkten Umfeld entstehenden neuen Häuser – ebenfalls altersgerechte Seniorenwohnungen, die von Privatinvestoren gebaut werden – entstehen im gleichen architektonischen Stil.

Gleichzeitig fügen sie sich harmonisch in die Reihe der Bestandsobjekte ein, darunter ein derzeit entstehendes Haus an der Kirchrather Straße, von der Baugenossenschaft der Stadt Herzogenrath realisiert und ebenfalls seniorengerecht ausgelegt. Wohnungsinteressierte können sich Guido Wilden, Mitarbeiter der GWG, 02405/4891311 und g.wilden@gwg-aachen.de melden.

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