Baesweiler - Kirchenmaler mit enormer Schaffenskraft porträtiert

Kirchenmaler mit enormer Schaffenskraft porträtiert

Von: mas
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Sein letzter Wunsch: Matthias Goebbels wurde in seiner Heimatstadt Baesweiler beerdigt. Obwohl er als Kanoniker auch einen Anspruch auf ein Begräbnis in Aachen gehabt hätte. Foto: Sigi Malinowski
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Referentin: Catharina Scholtens zeichnete das Leben des Baesweiler Kirchenmalers Matthias Goebbels nach.

Baesweiler. Fast jeder Friedhofsbesucher im Zentrum Baesweilers ist schon einmal am Grab von Matthias Goebbels bewusst oder unbewusst vorbeigekommen. Am rechten Eingang des Friedhofs an der Schugansgasse steht ein großes Denkmal an der letzten Ruhestätte des wohl berühmtesten Baesweiler Sohnes.

Den Platz unmittelbar vor dem Friedhof und am Kreuzungspunkt Schugansgasse/Friedensstraße gelegen, hat man dem Künstler und Kirchenmaler gewidmet.

Und auch das Geburtshaus Goebbels‘ er lebte von 1836 bis 1911, wird täglich vielfach passiert. Es ist das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Plum an der Aachener Straße, schräg gegenüber des Rathauses. Damit die Bedeutung des großen Künstlers aus Baesweiler wieder in Erinnerung gebracht wird, hielt die Vorsitzende des Geschichtsvereins Baesweiler, Catharina Scholtens, einen sehr lebendigen und umfassenden Vortrag zum Leben und Werk des Kirchenmalers.

Sie tat das auch im Auftrag der Volkshochschule (VHS) Nordkreis Aachen, deren Vorsitzende Jana Blaney die Begrüßung und Einleitung vornahm. Als Leiterin der ehrenamtlichen Gästeführer in der altehrwürdigen Abtei Rolduc hat Catharina Scholtens zu Goebbels‘ Kunstwerken einen ganz besonderen Zugang. In dem Klosterkomplex zwischen Herzogenrath und Kerkrade finden sich die schönsten Ergebnisse seiner Schaffenskraft, und auch nur dort sind die Werke Goebbels heute noch zu besichtigen. Sein Leben und seinen kirchlichen Werdegang schilderte Catharina Scholtens in sehr charmanter und teils humoriger Weise. Dabei rückte auch die Familie, der mit neun Kindern gesegneten Ehe, in den Vordergrund.

1859 zum Priester geweiht

Vielfach ließ Goebbels auch Selbstbildnisse in seine Malereien einfließen. Mehr als 30 Kirchen (darunter auch Siersdorf, Aachen, Rolduc, Otzenrath, Heerlen) hat der nach seinem Theologie-Studium in Köln wirkende Kaplan ausgemalt. 1859 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete dann 33 Jahre in Köln um später in den Niederlanden Kirchen auszumalen. „Es war zum Teil sehr schwer, an die Malereien heranzukommen“, bekannte Catharina Scholtens. Sie schaffte es in ihrem von fast schon Ehrfurcht durchzogenen Vortrag, die ganze Größe des Künstlers darzustellen. Die Zuhörer dankten ihr mit einem langen Applaus.

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