Würselen - Kirchenchor St. Sebastian stellt stimmliche Qualitäten unter Beweis

Kirchenchor St. Sebastian stellt stimmliche Qualitäten unter Beweis

Von: rei
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Würselen. Es war ein wirklich beeindruckendes Konzert, das der Kirchenchor St. Sebastian im gleichnamigen Würselener „Dom“ unter der Leitung von Ulrike Botzet veranstaltete. Das galt nicht nur musikalisch, sondern auch optisch.

Der vielköpfige Chor, davor die handverlesenen Mitglieder des Aachener Sinfonieorchesters, die die ausgewählten Stücke von Durante, Mozart und Schubert gekonnt instrumental umsetzten. Das Ganze vor dem prächtigen Hintergrund des Altars ergab schon ein recht imposantes Bild, das von den musikalischen Eindrücken jedoch noch übertroffen wurde.

Die Mischung aus Anspannung und Erwartung in der bis in die letzten Reihen gefüllten Kirche wich schnell ehrfürchtiger Ergriffenheit, als der Chor und das Orchester das Konzert mit dem „Magnificat in B“ von Francesco Durante aus dem 18. Jahrhundert eröffnete.

Diese Komposition im Kantatenstil bot auch den eingeladenen Solisten Katrin Stösel (Sopran), Claudia Darius (Alt), Kieran Carrel (Tenor) und Frans Kokkelmans (Bariton) erste Gelegenheit in Arie und Duett ihre ausgeprägten stimmlichen Qualitäten unter Beweis zu stellen.

Es folgten auf bleibend hohem Niveau Kirchensonaten von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 278 und 245) und eine Messe in B- Dur von Franz Schubert, bevor beim Abschluss, dem „Magnificat“ C-Dur – wiederum von Schubert – noch einmal sämtliche Solisten brillieren durften. Besondere Gelegenheit hierzu erhielt die dem Gelsenkirchener Opernchor angehörige Sopranistin Katrin Stösel bei der Zugabe. Als Mozarts „Laudate Dominum“ angekündigt wurde, ging ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Katrin Stösel erfüllte die offenbar hohen Erwartungen aber mühelos.

Entsprechend begeistert zeigte sich am Schluss das Auditorium und damit auch Chorleiterin Ulrike Botzet. „So ein Konzert ist natürlich sehr viel Arbeit und erfordert lange, harte Vorbereitung“, hält sie nicht ohne Stolz fest. „Und es ist natürlich auch eine Kostenfrage, denn die Mitglieder des Sinfonieorchesters müssen wir ebenso bezahlen, wie die Solisten. Daher können wir das nur alle zwei Jahre veranstalten.“

Eintritt wurde nicht erhoben, stattdessen um eine angemessene, freiwillige Spende gebeten. Sofern wirklich angemessen gespendet wurde, dürfte einer Wiederholung dieser Veranstaltung aber nichts im Wege stehen.

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