Alsdorf - Kirchen befürworten den Bau der Barbara-Kapelle

Kirchen befürworten den Bau der Barbara-Kapelle

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Peter Cardaun (l.) und Armin Kuntze mit einem Modell von der inneren Betonschalung der zu errichtenden Barbara-Kapelle.

Alsdorf. Was wird mit der Barbara-Kapelle und deren Platz auf dem Annagelände? Interessante Entwicklungen hat der Vorstand des Bergbaumuseumsvereins Grube Anna2 jetzt diskutieren können. Darunter auch die, dass sich die beiden großen Kirchen in der Stadt als Befürworter der Kapelle ausgesprochen und zudem ihre Hilfe angeboten haben.

Vorsitzender Josef Kohnen hatte die Gruppe zunächst darüber informiert, dass die Alsdorfer Stadtverwaltung eine Vereinbarung mit dem Verein als Bauherr der Barbara-Kapelle anstrebt, wie Bauunterhalt und Pflege des Kapellenbaus durch den Museumsverein dauerhaft gesichert werden kann. „Die Ausarbeitung dieser Vereinbarung dauert. Dadurch muss der Baubeginn auf Anfang März 2009 verschoben werden.”

Motiviert zum weiteren Engagement wurden die Mitglieder des Arbeitskreises Barbara-Kapelle - mit Emil und Gustav Schilawa, Armin Kuntze, Peter Kohnen und Peter Cardaun - durch Briefe der Pfarrer Ulrich Eichenberg von der evangelischen Kirchengemeinde und Konrad Dreeßen der katholischen Kirche.

Ulrich Eichenberg formulierte: „Die evangelische Kirche kennt zwar keine Heiligenverehrung, wie sie in der katholischen Kirche üblich ist. Aus vielen Gesprächen mit ehemaligen Bergleuten weiß ich jedoch, dass auch viele Protestanten ihr Gebet zum Himmel gerichtet haben, wenn sie bei der Ein- und Ausfahrt die Barbara passiert haben. Diese Figur ist insofern ein Zeugnis von dem Alltagsglauben der Bergleute, für die der Bereich der Arbeit kein âgottloserÔ Raum war.

Die Erinnerung an die religiösen Traditionen der Bergleute in angemessener Weise zu bewahren, gehört daher unbedingt zu dem Anliegen, die Geschichte des Bergbaus im Wurmrevier zu dokumentieren”, so der Seelsorger, der dem Verein herzlich dankt und versichert, die Planungen „voll und ganz unterstützen” zu wollen.

Konrad Dreeßen schrieb dem Museumsverein: „Ich versichere Ihnen als Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden der UNIO Alsdorf, dass die UNIO-Gemeinden, aber sicher auch alle katholischen Kirchengemeinden unserer Stadt, den Bau der Kapelle, in der die Figur der Patronin der Bergleute ihr Zuhause finden soll, unterstützen und Ihnen nach Möglichkeit bei der Arbeit helfen werden.

Ich freue mich auf den Baubeginn und den Tag des ersten Spatenstiches auf dem Annaplatz hinter der Kraftzentrale”, so Konrad Dreeßen weiter. „Das alles wäre auch sehr im Sinne unseres verstorbenen Bischofs Hemmerle gewesen, der uns die Verehrung der Schutzpatronin der Bergleute auch nach dem Ende des aktiven Bergbaus in unserer Region ausdrücklich ans Herz gelegt hatte.”

Der Museumsverein erfahre viele positive Stellungnahmen zu seiner Absicht, die Barbara-Kapelle zu bauen, ergänzte Josef Kohnen. Zur Zeit wird eine Schrift zur Heiligen Barbara und zum Kapellenbau für Mitglieder wie auch Bergbauinteressierte vorbereitet, die schon Mitte Januar in Druck gehen soll.
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