Kirche St. Matthias Berensberg ist vor 125 Jahren eingeweiht worden

Von: Wolfgang Sevenich
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Im neuen Glanz erstrahlt die Apsis am Jahrestag der Weihe von St. Matthias zu Berensberg. Fotos (2): Wolfgang Sevenich Foto: Wolfgang Sevenich
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Pater Hubert Ennenga, Pfarrer Peter Timmermann, Pfarrer Michael Datené, Pfarrer Nico Dobbelstein, Dompropst Manfred von Holtum und Pfarrer Rainer Thoma (v.l.). Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Die Pfarre Christus unser Friede hat am Sonntag den 125. Jahrestag der Weihe der Kirche St. Matthias zu Berensberg gefeiert. Mit einem Dankgottesdienst durch den neuen Pfarrer Rainer Thoma und mit zahlreichen Pfarrangehörigen wurde der Jahrestag begangen.

Dompropst Manfred von Holtum, Pfarrer Michael Datené, der ehemalige Pfarrer von St. Matthias, Joseph Timmermann, Pater Hubert Ennenga und Pfarrer Nico Dobbelstein nahmen teil. Der Gemeindechor Mariä Verkündigung Kämpchen sang unter der Leitung von Willi König, die Orgel spielte Kantor Josef Paffen.

Anschließend lud der Förderverein St. Matthias Berensberg zu einem Empfang ins Pfarrheim ein. Hier ließ Lektor Norbert Paffen noch einmal kurz die Historie Revue passieren.

Die Pfarre besteht seit dem 18. November 1920. Sie geht zurück auf eine Stiftung des Ritters Matthias und seiner Frau Clara aus dem Jahre 1381 für eine Kapelle und einem Geistlichen. Das Patronatsrecht hatte der Herr von Berensberg. Die Kapelle gehörte bis 1844 zur Pfarre Laurensberg, danach zur Pfarre Richterich. Aufgrund der oben genannten Stiftung wurde in der Kapelle einmal wöchentlich die Messe gefeiert.

Ende des 18. Jahrhunderts organisierten die Ortsansässigen an Sonntagen eine Messe wegen der schlechten Wegverhältnisse zur Pfarrkirche. Mit Datum vom 26. Juni 1852 beantragten sie die Erhebung zum Rektorat. Am 6. Juni 1853 wurde Johann Josef Dauven erster Rektor (gestorben am 10. Februar 1885).

Nach der Pfarrerhebung und völligen Abtrennung von St. Martin Richterich wurde der damalige Rektor Karl Krings (1913/21 bis 1937) zum ersten Pfarrer ernannt. Grenzänderung zu Richterich hin war am 1. April 1996.

Die Kapelle aus dem Jahre 1381 wurde 1889/90 durch einen Neubau nach Plänen von Peter Peters, Aachen, ersetzt. Am 29. Juni 1890 wurde zum ersten Mal Gottesdienst gehalten, die Kirchweihe war am 12. Oktober 1890.

Durch Dekret des Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff fusionierten die fünf ehemaligen Pfarreien der GdG Kohlscheid am 1. Januar 2010 zur neuen Pfarre Christus unser Friede. Seit 1. Januar 2010 ist St. Matthias eine der Gemeinden der Pfarre Christus unser Friede.

Außerdem wurde ein neues Buch vorgestellt. Den Auftakt zu den Festlichkeiten in diesem Jahr bildete eine Veranstaltung mit Norbert Paffen zum Thema Innenausstattung der Kirche, Fenster, Skulpturen und Gemälde. Kantor Josef Paffen spielte die Orgel im März in St. Matthias Berensberg.

Weitere Ausstellungen wie Sakrale Geräte und Sakrale Gewänder wurden sehr gut angenommen. Wer einmal Berensberg von „oben“ erleben wollte, hatte die Möglichkeit, Dachstuhl und einzigartig in der Welt, den „Dicken Willi“ zu besichtigen. Hier war Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie rutschfestes Schuhwerk angesagt. Norbert Paffen und Hans-Josef Rick berichteten über die Begeisterung aller Teilnehmer.

Am 5. Oktober hat die Diplom-Restauratorin Vera Krüsel die Restaurierung der Ausmalung in der Apsis, Gemälde „Christus als Weltenherrscher“ von Rouett, von St. Matthias zu Berensberg abgeschlossen. Gereinigt und ausgebessert erstrahlt die Ausmalung in neuem Glanz, von dem man sich jetzt am Jahrestag überzeugen konnte. Der Dank geht an den Kirchenvorstand der Pfarre Christus unser Friede, der die Restaurierung ermöglicht hat und natürlich an die Restauratorin, die diesem Schmuckstück der Kirche wieder den alten Glanz verliehen hat.

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