Würselen - Kirche, Kirmes, Karneval unterstützen die Tafel

Kirche, Kirmes, Karneval unterstützen die Tafel

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Breite Unterstützung für die Würselener Tafel: Ex-Karnevalsprinz Dieter van Horn (im Auto links) übergibt zusammen mit Vertretern Würselener Vereine eine Waschmittelspende an den Tafel-Chef Jürgen Hohlfeld (im Auto rechts).

Würselen. Gerade hat die Berliner Bundesregierung ein dickes Sparpaket geschnürt. Die Belastungen die daraus resultieren, nennt die Kanzlerin „ausgewogen”. Allerdings geht ein Großteil der Maßnahmen zu Lasten der Schwachen in der Gesellschaft. ALG II-Bezieher sind besonders stark von den Kürzungen betroffen. Das könnte dazu führen, dass die Tafeln in der Region schon bald einen Kundenzuwachs spüren.

Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Würselener Tafel auf breite Unterstützung bauen kann. 800 Kilogramm Waschmittel in handlichen Drei-Kilo-Packs stellte ein Unternehmen, das nicht genannt werden möchte, für die Würselener Tafel zur Verfügung.

Übergeben wurde die Spende symbolisch von Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, des Komitees Würselener Karneval, des Bundestambourkorps „Alte Kameraden”, der IG Würselener Stadttollitäten und der Schützenvereine.

Für den engagierten Ex-Karnevalsprinzen Dieter van Horn ist wichtig, dass die Vereine bei der Aktion mit im Boot sind. „Ich möchte die Vereine und die soziale Arbeit in Verbindung bringen.” Denn die „drei großen K´s” Kirche, Kirmes, Karneval sollen in Würselen dafür stehen, die soziale Gemeinschaft zu binden und zu fördern.

„Die Stadt muss zusammenwachsen. Man kann nicht nur um seinen Kirchturm arbeiten. Wir müssen aufeinander zugehen.” Alles andere habe fatale Auswirkungen auf die Gesellschaft, stellte van Horn heraus.

So sollen Kultur, Tradition und Brauchtum nicht nur für „Feiern und Spaß” stehen, sondern in den Augen van Horns auch für „Caritas”. Die Vereine und die gesellschaftlichen Einrichtungen sorgten für Identifikation der jungen und alten Würselener mit ihrer Stadt. Das ist wichtig für das soziale Zusammenleben, denn wenn man sich mit seiner Stadt identifiziert, dann ist man auch eher zu sozialem Engagement bereit.

Auch Bürgermeister Arno Nelles ist von der großen Bedeutung der Vereine für die Gemeinschaft in der Düvelstadt überzeugt. Er ist - wie van Horn - der Meinung, dass die Vereine zusammenarbeiten müssen. „Wir müssen zusammenstehen, um etwas zu bewegen.”

Daher bezeichnet Nelles, der auch Vorsitzender des Komitees Würselener Karneval ist, die Aktion als „ausgesprochen wichtig”. Denn: „So eine Aktion verbessert das Klima in unserer Stadt. Man lernt sich untereinander besser kennen und ist auch bei anderen Projekten eher bereit zusammenzuarbeiten.”

Indes freuen sich die Verantwortlichen der Würselener Tafel um den Vorsitzenden Jürgen Hohlfeld und seine Stellvertreterin Ursula Keysselitz besonders über die große Spende im Namen der Würselener Vereine.

Hohlfeld: „Wir freuen uns über die Idee, dass die Würselener Vereine spenden.” Dass die Tafel Waschmittel an die Bedürftigen verteilen kann, ist eine echte Rarität. „Solche Produkte bekommen wir sonst nicht. Die verfallen ja nicht”, erklärt Hohlfeld. So ist der Tafel-Chef rundum zufrieden: „Diese ganz Aktion ist wirklich wunderbar.”
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