Herzogenrath/Kerkrade - Kindesentführer wider Willen: Autodieb stellt sich

Kindesentführer wider Willen: Autodieb stellt sich

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
symbol holland niederlande polizei Symbolfoto: dpa
Der Autodieb wurde in den Niederlanden festgenommen.

Herzogenrath/Kerkrade. Als ein 33-jähriger Mann aus Kerkrade am Freitagmittag kurzentschlossen vor einer Eisdiele in Herzogenrath ein Auto stahl, hatte das ungeahnte Folgen. In dem Wagen schliefen zwei Kleinkinder, deren Mutter ihnen gerade ein Eis kaufen wollte - ein Drama nahm seinen Lauf.

Unmittelbar vor dem Eislokal hatte die Frau angehalten und fatalerweise die Wagenschlüssel steckenlassen. Als sie herauskam, hatte der Kerkrader die Gelegenheit genutzt - und war mit dem nicht abgeschlossenen Wagen davongefahren. Dabei hatte der Niederländer aber die beiden zwei- und dreijährigen Mädchen nicht bemerkt, die auf dem Rücksitz schliefen.

Die Mutter schrie in Panik. Passanten alarmierten sofort die Polizei, die daraufhin eine grenzübergreifende Großfahndung einleitete.

Als der Täter bemerkte, dass er nicht alleine im Auto war, geriet auch er in Panik. Immerhin tat er nun etwas Richtiges: Er fuhr unmittelbar zur nächstgelegen Polizeiwache in den Niederlanden und stellte sich. Mit Entführung, so gab er an, habe er nichts zu tun. Das sei ein Versehen gewesen.

Bei dem verhinderten Entführer klickten umgehend die Handschellen. Gegen ihn bestand nämlich bereits ein Haftbefehl in Deutschland. „Wegen fortgesetzter Gaunerei und dem Absitzen einer Reststrafe von ein paar hundert Tagen suchen ihn die Behörden hier“, berichtete der Aachener Polizeisprecher Paul Kemen am Montag.

Noch auf der Wache konnte die Mutter dann schließlich ihre Kinder unversehrt wieder in die Arme schließen. Der Nachwuchs hatte von der vermeintlichen Entführung kaum etwas mitbekommen. Der Polizeibericht schließt mit den Worten: „Eis gab es allerdings jetzt nicht mehr.“

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