Kinderparlament der DRK-Kita im Gespräch mit dem Bürgermeister

Von: Stefan Schaum
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Kein Interesse am Ratssaal? Woher denn! Nach dem Marsch zum Ratssaal waren die Kleinen aus dem DRK-Kindergarten Im Winkel wohl einfach nur sehr, sehr müde. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Die ganze Geschichte beginnt bei ein paar Lego-Steinen in der Raben-Gruppe. Damit wollten die Kinder in der DRK-Kita Im Winkel vor ein paar Wochen schöne Gebäude aus ihrer Heimatstadt nachbauen. Bis ihnen auffiel, dass sie manches Gebäude gar nicht so gut kennen. Stadtbücherei, Sebastianus-Kirche, Rathaus – wie sehen die gleich nochmal aus?

Die Suche nach Bauvorlagen hat ihnen Beine gemacht – und nach und nach haben sie ihre Umgebung mit ganz neuen Augen entdeckt. Diese Portion Heimatkunde stand in der Kita zwar eigentlich nicht auf dem Programm, doch Gruppenleiterin Monika Lausberg hat gern Platz gemacht für die kleinen Exkursionen.

So sind die Kinder Händchen in Händchen durch die Stadt gezogen. Mal zum Stadtpark und mal sogar bis zum Wasserspielplatz in Broichweiden. Auch unterwegs haben sie genau hingeschaut, welche Gebäude es so gibt in ihrem Wohnort. „Ganz viele schöne“, findet Michael Schmalen. Überhaupt wohne der Vierjährige sehr gern in Würselen und seinen Freunden geht es da ganz ähnlich.

20 individuelle Stadtpläne

20 große Stadtpläne hängen im Flur vor ihrem Gruppenraum. Darauf hat jedes Kind den Weg eingezeichnet von seiner Haustür bis zum Kindergarten. „Auf diese Weise bekommen sie ein ganz gutes Gespür für die Größe der Stadt.“ Und das ein oder andere Kind hat sich auch den Weg zur Schule angeschaut, die es demnächst besuchen wird.

Als letzte Station der Ausflugsreihe stand das Rathaus auf dem Programm. Genauer: dessen Ratssaal, schließlich sind diese Kinder ja selbst Parlamentarier. In ihrer Kita finden regelmäßig Sitzungen statt, bei denen die Kleinen die Erzieherinnen wissen lassen, was sie sich so wünschen. Sogar bei der Ausstattung der neuen Gruppenräume – derzeit wird die Kita erweitert – dürfen sie mitreden.

Beim Treffen mit Bürgermeister Arno Nelles im Ratssaal waren sie eher still. Der Stadtchef, der große Raum, die vielen Mikrofone – das war ihnen erstmal nicht geheuer. Doch sind sie nach ein paar Minuten aufgetaut und haben dann ausführlich ihr Gebäude vorgestellt.

Auch mit selbst gemalten Plakaten. Und sie haben gesagt, dass man da noch vieles schöner machen kann. Mehr Spielgeräte wären auch prima. „Dafür braucht man leider sehr viel Geld – und das hat die Stadt nicht“, musste Nelles sie enttäuschen. Bei leeren Kassen haben Politiker es schwer – so haben die kleinen Parlamentarier auch das schon mal gelernt.

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