Kindern das Schachspiel einfach beibringen

Von: mabie
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Die Übersicht behalten: Bunte Figuren helfen den Kita-Mitarbeitern aus dem gesamten Stadtgebiet von Herzogenrath beim Schachlernen. Foto: Markus Bienwald
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Dr. Heribert Mertens, Bürgermeister Christoph von den Driesch, Reinhard Scholz von der Firma head acoustics als Spender für die Bürgerstiftung, Dr. Hans-Jürgen Weyer vom Schachverein Herzogenrath, Walter Breuer und Vorsitzender Peter Waliczek freuten sich gemeinsam mit Ralf Schreiber (v.l.) vom Verein „Schach für Kids“, den Kita-Pädagogen das Schachspiel näherbringen zu können. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Mitarbeiter der Kitas aus ganz Herzogenrath durften vor kurzem Schach lernen. Nicht nur zum persönlichen Vergnügen, sondern als Hilfestellung für ihre tägliche Arbeit. Sie sollen in Zukunft auch in der Lage sein, den Kindern das Schachspielen einfach beizubringen.

Denn dank der finanziellen Unterstützung der Bürgerstiftung Herzogenrath und des Versorgungsunternehmens Enwor wurde für Vertreter von sieben Kitas ein insgesamt 2850 Euro teures Schachpaket vom Verein „Schach für Kids“ zur Verfügung gestellt. „Unser Ziel ist es, über Schach die Fähigkeiten der Kinder zu planvollem Handeln zu erziehen“, erklärt Ralf Schreiber, Vorsitzender von „Schach für Kids“. Es ist nach seinen Worten eine weltweit einzigartige pädagogische Initiative für den Elementar-, Primar- und Heimbereich gleichermaßen. In der Praxis sieht es so aus, dass die Erzieher Schach ganz anders lernen. Nicht mit Figuren wird hier gearbeitet, sondern mit farbigen Spielchips.

„So können die Gangarten der einzelnen Spielfiguren einfach eingeübt werden“, erzählt Schreiber. Die Spielfläche bleibt bei dieser Methode überschaubar, die Möglichkeiten einzelner Figuren sind gut zu lernen. Danach geht es weiter mit den normalen Figuren, die allerdings noch die vom Chipschach gewohnten Farben tragen, damit sich alles besser umsetzen lässt.

Auslöser für diese andere Art, das „Spiel der Könige“ anzugehen, war übrigens Ralf Schreibers Tochter Sarah. „Sie erlernte mit zweieinhalb Jahren aus eigenem Antrieb heraus die Regeln des Schachspiels“, berichtet er. Aus den Beobachtungen bei ihr entwickelte er seine Lernmethode, die nun auch bei den Kita-Pädagogen auf gute Resonanz stieß. Als wesentliche Pluspunkte machte Schreiber übrigens im Vorfeld aus, dass Schachspielen sich positiv auf das Sozialverhalten auswirkt, die Konzentrationsfähigkeit steigert und ein gutes pädagogisches Hilfsmittel sein kann.

Dass die Kinder der Kitas „Am Wasserturm“, St. Josef, „Altes Zollhaus“, St. Thekla, „Villa Kunterbunt“, „TP Hasen“ und der evangelischen Kita an der Magerauer Straße nun über ihre Erzieher das Schachspielen erlernen können, freut natürlich auch Dr. Hans-Jürgen Weyer vom Schachverein Herzogenrath. Er sieht in dem Angebot beileibe keine Konkurrenz zum Vereinsangebot. „Damit wird etwas abgedeckt, was wir als normaler Schachverein mit Ehrenamtlichen gar nicht leisten können“, betont Dr. Weyer. Selbstverständlich freut er sich, wenn vielleicht bald mehr Kinder wieder zum Schach finden.

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