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Kindergruppen erhalten Unterstützung

Von: ny
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Jürgen Schulz-Wachler, Ulla Wessels und Jochen Hildebrand (von links) freuten sich über 4825 Euro, die mit der Weihnachtsaktion gesammelt worden sind. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen/Herzogenrath. Der Kinderschutzbund Alsdorf, Herzogenrath, Würselen hat 4825 Euro gespendet bekommen. „Spenden, die immer wichtiger werden“, sagte Ulla Wessels, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. Deshalb hatte der Deutsche Kinderschutzbund im November zur alljährlichen Spendenaktion aufgerufen.

In der Sparkasse Würselen und in der VR Bank Herzogenrath konnten die Spender nach ihrer Spende eine Kugel an einen Weihnachtsbaum hängen sowie einen selbst gebastelten Anhänger.

„Jährlich spenden die Menschen rund 5000 Euro an uns“, erklärte Ulla Wessels, die in der Jahresplanung dieses Geld als feste Größe einkalkuliert. „Wir müssen uns gegen freie Anbieter behaupten, die von den Jugendämtern beauftragt werden. Außerdem bekommen wir viel weniger Bußgelder von den Richtern zugesprochen als vor rund 15 Jahren“, nannte die Geschäftsführerin Gründe, warum die Finazierung schwierig ist.

Waren es Ende der 90er Jahre noch 30.000 Mark, die aus Bußgeldern zum Kinderschutzbund flossen, waren es im letzten Jahr gerade mal 3700 Euro. „Wir vermuten, dass die Sebastian- Edathy-Affaire für dieses Dilemma verantwortlich ist. Herr Edathy hatte sich gegen den Vorwurf im Besitz von Kinderpornografie gewesen zu sein gewehrt und sich freigekauft.

Der Kinderschutzbund des Landes Niedersachsen hatte daraufhin die ihm zugesprochenen 5000 Euro von Herrn Edathy ausgeschlagen“, erinnerte Jürgen Schulz-Wachler, Vorsitzender des Kinderschutzbundes.

Dabei sind solche Gelder für den Kinderschutzbund wichtig. „Damit bezahlen wir die Geschäftsstelle, die Buchhaltung und die Sekretärin. Das sind eigentlich die einzigen Gelder, die wir verlässlich bekommen“, so Ulla Wessels.

Die mit der Weihnachtsaktion eingesammelten Gelder fließen nun in die vier Kindergruppen des Kinderschutzbundes. Da gibt es eine für psychisch kranke Kinder, die auf einen Therapieplatz warten. Es gibt eine Kindergruppe für Kinder aus Familien mit schwierigen Verhältnissen, eine Gruppe für Flüchtlingskinder und eine für Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind.

„Auch wenn ehrenamtliche Mitarbeiter einige Gruppe begleiten, so müssen genau diese Ehrenamtler auch begleitet werden und es müssen Spiele angeschafft werden“, konkretisierte Jürgen Schulz-Wachler die Ausgaben.

Dass Sparkassen-Filialleiter Jochen Hildebrand den Weihnachtsbaum in der Schalterhalle am Morlaixplatz für den Kinderschutzbund aufstellen ließ, war für ihn keine Frage: „Wir sind eine Bank der Bürger. Weil wir uns auch um Jugendliche kümmern, werben wir gerne um Spenden für den Kinderschutzbund.“

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