Kinderbildungsgesetz: Eltern sollen stärker mitwirken

Von: mabie
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Herzogenrath. Zum 1. August tritt die zweite Revisionsstufe des KiBiz genannten Kinderbildungsgesetzes in Kraft. Bruno Barth (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur und Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers stellten im AWO-Heim an der Ruifer Straße die Änderungen vor.

So soll der Jugendhilfeausschuss darüber entscheiden, wie die landesweit 45 Millionen Euro aus dem Programm „KiTa plus“ an die Zielgruppe der sozial benachteiligten Kinder verteilt werden. „55 Millionen Euro sind zusätzlich für nicht-pädagogisches Personal, etwa Küchenkräfte oder Hausmeister als Entlastung für die Erzieherinnen vorgesehen“, sagte Voigt-Küppers.

Vorgesehen sei zudem eine Stärkung der Elternmitwirkung, was in Herzogenrath durch die nunmehr verbindliche Mitgliedschaft des Stadtelternrates im Jugendhilfeausschuss erreicht werden soll. „Durch die mindestens zweijährigen Verträge für Erzieherinnen wird zudem ein Plus an Planungssicherheit erreicht“, unterstrich die Landtagsabgeordnete.

Abgerundet werde das Maßnahmenpaket durch die Aufnahme von Kindern aus anderen Städten und Kommunen, die über einen interkommunalen Finanzausgleich gesichert wird und die Abschaffung des „Delfin 4 Tests“ im dritten Lebensjahr. Statt dazu Lehrer in die Kita einzubinden, gebe es künftig eine Beurteilung durch die Erzieherinnen, was mit fünf Millionen Euro jährlich gefördert werde. „Größere Schritte sind zurzeit leider nicht möglich“, warb Voigt-Küppers um Verständnis, „weil die Schuldenbremse uns dazu zwingt.“

Dennoch soll die zweite Stufe von KiBiz nicht das Ende der Fahnenstange sein, da die Finanzierung über die „Kindpauschale“ bislang noch Planungs-Unsicherheiten bei kleineren Trägern wie Elterninitiativen berge. Veranstaltungsleiter Barth freute sich über das Maßnahmenpaket, dass er als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete.

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