Kinderbetreuung: 35-Prozent-Quote in greifbarer Nähe

Von: Holger Bubel
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Viele talentierte und fleißige Helfer – aber auch die Herrn in den Anzügen wie Bürgermeister Alfred Sonders (3.v.l.), DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Timmermanns (r.) und Landtagsabgeordneter Hendrik Schmitz (3.v.r.) machen eine ganz gute Figur beim Spatenstich. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Mancher Alsdorfer Zeitgenosse munkelt bereits, der Bürgermeister habe einen Zweitjob in der Baubranche. Alfred Sonders und der Spaten scheinen unzertrennlich. Jüngst wurde er wieder buddelnd gesichtet. Diesmal in der Integrativen Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Moselstraße. Der Grund einmal mehr: eine Erweiterung.

Dem Ziel, eine 35-Prozent-Abdeckung an U3-Betreuungsplätzen noch 2013 in Alsdorf zu schaffen, kommt die Stadt mit der DRK-Kita-Erweiterung und dem Umbau ein gehöriges Stück näher. Dies betonte Alfred Sonders im Beisein auch des CDU-Landtagsabgeordneten Hendrik Schmitz aus Baesweiler, der einmal vorbeigekommen war, um sich ein Bild zu machen von den U3-Bemühungen in der Nachbarkommune seiner Heimatstadt.

Gemäß dem Alsdorfer Leitbild gab Sonders dem Landtagsabgeordneten mit auf den Weg, dass die Stadt in Sachen Familienfreundlichkeit noch eine „Schöppe“ drauflegt. „Wir haben bald sieben Familienzentren, verteilt im gesamten Stadtgebiet. Von der U3-Betreuung in der Kita bis zu allen durchsanierten Schulen mit Ganztagsangebot – von den Grundschulen bis zu den weiterführenden Schulen – geben wir die Antwort auf die Rahmenbedingungen, die Familien sich wünschen“, sagte Sonders den Spaten schwingend.

Und DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Timmermanns fügte die Bedeutung eines Integrativen Kindergartens an, denn auch da gebe es Bedarfe zu decken: „Wir als DRK können Integration gut. Frühzeitig behinderte und nicht-behinderte Kinder zusammen zu bringen, ist eine Aufgabe mit großer Nachhaltigkeit.“ Dazu beschäftigt das DRK im Kreisverband rund 30 Therapeuten. Inwieweit die Kita an der Moselstraße mit zusätzlicher Manpower rechnen kann, steht aber noch nicht fest, sagte Leiterin Christa Langen: „Zum Spätsommer, wenn die An- und Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein werden, haben wir hier 84 Kinder in fünf Gruppen. Davon werden 22 Kinder in der U3-Betreuung sein.“

Und damit sich diese Kinder auch wohl fühlen, werden nicht nur zwei neue Räume an den Bestand gebaut und ein zusätzlicher Kinderwagenabstellraum im Eingangsbereich eingerichtet, auch die vorhandenen Räume werden so ausgestaltet, dass zu jeder Gruppe ein Differenzierungs-, ein Schlaf-/Spielraum und eine Sanitärzone zu einem Gruppenkomplex gehören.

Zudem werden drei Therapieräume und ein Multifunktionsraum eingerichtet. Insgesamt vergrößert sich die DRK-Kita dann um etwa 60 auf insgesamt 900 Quadratmeter.

Leitende Architektin der Baumaßnahme wird Iman Zelmat von der GSG-GS sein: „Durch die baulichen Maßnahmen werden die Wege- und Blickbeziehungen innerhalb der Einrichtung kürzer. Auch die Raumqualität wird durch die Farbwahl, neue Bodenbeläge und die Anordnung der Räume besser“, sagt die Fachfrau.

285 000 Euro kosten die Arbeiten, die während des laufenden Kita-Betriebes umgesetzt werden, investiert von der Stadt Alsdorf als Eigentümerin des Gebäudes. Das DRK pachtet diese als Trägerin der Einrichtung.

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