Kinder warten auf die versprochene Schaukel

Von: rüt
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Herzogenrath. Eine ganze Liste von Maßnahmen auf Kinderspielplätzen hatte der Jugendhilfeausschuss beschlossen. Sanierungen, die immer wieder anstehen, oder die Neuanschaffung von Spielgeräten gehörten dazu.

Beschlossen wurde unter anderem, auf zehn Spielplätzen, auf denen in den vergangenen Jahren Nestschaukeln eingebaut wurden, den erforderlichen Fallschutz anzubringen. Die Gesamtkosten hierfür wurden mit rund 9500 Euro angesetzt.

Dass bei einem dieser Spielplätze die Installation des „Vogelnestes” bisher trotz einstimmigen Beschlusses im Mai 2009 noch nicht umgesetzt wurde, kritisierte Bruno Barth im Fachausschuss. In einer Bürgeranregung mit 124 Unterschriften habe eine Mutter den Wunsch geäußert, die Spielfläche an der Gierlichstraße in Herzogenrath-Mitte mit dieser Schaukel zu versehen, erläuterte der jugendpolitische Sprecher der SPD auf Anfrage.

Geschehen sei bisher nichts, obwohl das notwendige Geld in den Haushalt eingestellt worden sei. „Das Vogelnest steht vermutlich auf dem Bauhof der Stadt, installiert ist es jedenfalls nicht”, monierte Barth. „Weil ich die Bürgeranregung von Beginn an unterstützend begleitet habe, habe ich unter anderem in den Sitzungen des Jugendhilfeausschusses immer wieder nachgefragt. Die Kinder warten seit über einem Jahr auf das versprochene neue Spielgerät, glauben inzwischen nicht mehr, dass es überhaupt noch mal klappt.”

Nach Dringlichkeit

Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann teilte auf Anfrage mit, dass die Installation bisher an der Anbringung des notwendigen Sturzbelages gescheitert ist. Die Nestschaukel sei aus den im Haushalt vorgesehen Mitteln angeschafft worden. Das Budget zur Unterhaltung der Spielplätze sei allerdings im vergangenen Jahr für die Maßnahmen aufgebraucht worden, die nach Dringlichkeit und aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht vorrangig umgesetzt werden mussten.

Die Beschlussreihenfolge, so Froese-Kindermann, sei daher zwangsläufig auch nicht unbedingt identisch mit der Abfolge der Realisierung. Der lange und strenge Winter habe zudem dafür gesorgt, dass bestimmte Außenarbeiten nicht vorgenommen werden konnten.

Zurzeit stehe der Bagger bereit, mit dem die Arbeiten für den Prallschutz vorgenommen werden sollen. Durch den anhaltenden Regen sei das Erdreich allerdings noch so feucht gewesen, dass man mit den Arbeiten noch nicht beginnen konnte, ohne Schäden auf der Spielfläche durch das Befahren mit dem Bagger zu verursachen. Die Beigeordnete geht allerdings von einer Realisierung in den nächsten 14 Tagen aus.
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