Kinder- und Jugendparlament braucht neuen Schwung

Von: mas
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Baesweiler. Am Ende steuerte der Tagesordnungspunkt „Jugendpartizipation“ auf eine Grundsatzdebatte hin. Baesweilers Sozialdemokraten nutzten die Gelegenheit, sich unter anderem über die mangelnde Beteiligung und ebensolches Interesse der Zielgruppe Jugendparlament auszulassen.

Im Fachausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales referierte zunächst der Jugendbeauftragte Daniel Havertz zum Sachstand Jugendpartizipation. Hintergrund dabei: die Ideen des Jugendparlamentes aus der Sitzung vom April des vergangenen Jahres gemeinsam mit den Schülervertretungen und weiteren interessierten Jugendlichen zu planen und umzusetzen.

Um so auch dem Parlament – das von sinkendem Interesse begleitet wird – neuen Anschub zu geben. Beauftragt vom Fachausschuss der ebenfalls den Aufbau einer speziellen Homepage für Kinder und Jugendliche begrüßt. Havertz berichtete, dass er im November 2016 eine Sitzung der Schülervertretung des Gymnasiums Baesweiler besuchte „und hier konkrete Ideen für eine gemeinsam geplante Großveranstaltung festgehalten wurden“.

Zudem hatte Havertz das traditionelle Treffen der Schülervertretung begleitet, das auf der Burg Monschau stattfand. Auch hier wurden neue Ideen ausgearbeitet. Die Jugendlichen sprachen sich dafür aus, dass zum Auftakt der „Woche der Jugend“ (8. Juli) „eine große Veranstaltung stattfinden soll“. So soll auf Wunsch der Zielgruppe das Musikfestival „Captival“ modifiziert werden. Man wolle eine Konzeptänderung.

Der Festivalcharakter soll zwar erhalten bleiben, aber musikalische Schwerpunkte sollen durch einen oder mehrere DJs gelegt werden. Möglich ist aber auch die Beteiligung von regionalen Bands. Ein weiterer Wunsch der Jugendlichen zielt auf eine Art Picknick oder Sommerfest unter der Beteiligung von Vereinen ab. Hier könne das Motto beispielsweise „Tag der Vereine“ lauten.

Nach Einbringen des Sachstandsberichtes durch Havertz („Wir prüfen sehr viele Dinge auf ihre Machbarkeit“) setzte Dezernent Frank Brunner zu einem Lob an: „Unser Jugendbeauftragter arbeitet sehr engagiert und sucht den Dialog mit den Jugendlichen.“ Brunner betonte zudem, dass die Stadt gerne jeden Jugendlichen mitnehmen möchte und sich in diesem Zusammenhang auch eine größere Beteiligung am Jugendparlament wünscht. Der Sozialdezernent ergänzte, „egal welche Schulform, wir wollen mit allen gern zusammenarbeiten“.

Weitere Sitzungen geplant

SPD-Sprecher Markus Schallenberg kritisierte: „Das Jugendparlament hat nicht die Akzeptanz, die es haben sollte.“ Es gelte, „wieder mehr Jugendliche ins Parlament zu bekommen, aber im Moment sehe ich in dieser Hinsicht keine Bewegung“.

Dem entgegnete Frank Brunner: „Ich sehe schon Perspektiven, die Zahl der Jugendlichen im Jugendparlament zu erhöhen.“ Auch Sozialdemokrat Sadettin Özdemir sieht Versäumnisse und dringenden Handlungsbedarf, in dem er unter anderem äußerte: „Wir Erwachsene müssen den Kindern Anstöße geben.“

Als der Tagesordnungspunkt zu „kippen“ drohte, brachte sich Herbert Geller (CDU) ein: „Wir sollten darauf achten, Havertz nicht die Motivation zu nehmen und auf eine sachliche Ebene zurückkehren.“ Jeweils eine Sitzung von Kinder- und Jugendparlament werden in diesem Frühjahr wieder angeboten.

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