Herzogenrath - Kinder machen sich auf zur großen Weltreise

Kinder machen sich auf zur großen Weltreise

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Ganz wie die Legionäre im alten Rom: Bei den Ferienspielen bastelten die Kinder Êrömisches Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Ganz schön rumgekommen, das sind die Kinder bei den Ferienspielen der katholischen Kirche Merkstein. In den Bus stiegen die Sechs- bis Zwölfjährigen allerdings nur einmal. Bei dem Tagesausflug ging es ins Bubenheimer Spieleland nach Nörvenich.

In der übrigen Zeit lernten die Kleinen auf der Hofstädter Schützenwiese und im Schützenheim eine Menge über viele fremde Kulturen.

Das alte Rom, Afrika, Australien und China waren die Stationen ihrer einwöchigen „Weltreise”. Die 60 Kinder bastelten afrikanische Trommeln und Rasseln, römische Speere und Schilder, australische Bumerangs und chinesische Drachen. Dabei brachten ihnen die 16 ehrenamtlichen Betreuer einiges über die fernen Länder bei. „Das war alles interessant, was wir gelernt haben”, sagt die neunjährige Carina. „Der Ausflug ins Bubenheimer Spieleland hat uns am besten gefallen”, sagten Carina und ihre achtjährige Freundin Roswitha, „da gibt es ein Maislabyrinth, da drin war es ziemlich lustig”.

Spaß und ein bisschen Erdkunde, gemischt mit ein wenig Geschichte sind aber nicht das einzige, was die Kinder aus den Ferienspielen mitnehmen sollen. „Die Kinder lernen bei uns, wie man sich gemeinschaftlich und tolerant verhält”, erklärt der Merksteiner Pastoralreferent und Leiter Ferienspiele Klaus Aldenhoven. „Oft brauchen die Kinder Zuneigung. Das haben die Betreuer gut drauf, mal einzeln zu den Kindern hinzugehen und mit denen zu reden”, sagt Aldenhoven.

Bei den Ferienspielen der Merksteiner Kirche kommen aber nicht nur die Kleinsten auf ihre Kosten. Eine Woche Kinderferienspiele in Hofstadt, das bedeute für die Betreuer eine Woche „Jugendferienspiele”. Denn während die Jüngeren nach den Aktivitäten des Tages nach Hause gehen, gehen die Ferienspiele für die Betreuer erst so richtig los. Die schlafen eine Woche im Hofstädter Schützenheim. „Das ist ein tolles Gemeinschaftserlebnis”, sagt Klaus Aldenhoven.

Dass die Betreuer rund um die Uhr anwesend sind, ist auch ein Grund dafür, dass die Ferienspiele nicht auf zwei Wochen ausgedehnt werden - auch wenn sich das viele Kinder wünschen. „Wir sind schon alle kaputt nach der Woche”, sagt Aldenhoven, und außerdem wolle man die „Toleranz der Hofstädter” nicht überstrapazieren. Denn manchmal ist es nicht so einfach den 16 Betreuern zu später Stunde gedämpfte Lautstärke zu verordnen.

Wenn die Ehrenamtler gemeinsam ihre arbeitsreichen Tage mit den Kleinen ausklingen lassen, liegen Carina und Roswitha längst im Bett und träumen von den nächsten Ferienspielen. Denn eins ist für beide klar: „Wir wollen nächstes Jahr unbedingt wieder mitmachen.”
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