Kinder lernen Umgang mit Geld auf dem Wochenmarkt

Von: Anne-Christine Müller
Letzte Aktualisierung:
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Lecker: Ein Blick in die Schokocrossies-Manufaktur im Naturfreundehaus.

Herzogenrath. Wie funktioniert Geldwirtschaft? 32 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben beim realitätsnahen Ferienplanspiel „Monetaria“ der SJD – Die Falken spielerisch gelernt, wie die Arbeitswelt funktioniert.

„Unser Ziel ist es, Bildung und Spaß zu verbinden“, erläuterte Leiterin Beate Kuhn. Sie und ihr Team aus engagierten jugendlichen Helfern gestalteten mit acht Stationen ein Arbeitsmarkt- und Wirtschaftssystem im kleinen Rahmen. Zu Beginn bewarben sich die Kinder folglich beim „Arbeitsamt“ auf ihre Wunschberufe.

Dabei galt es, aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern auszuwählen: Neben dem Backen von so genannten „Schokocrossies“ oder anderen Leckereien standen das Anfertigen von Bügelbildern, Schmuck, Handyhüllen und Schlüsselanhängern zur Wahl.

Besonders die kreativen Arbeitsangebote forderten die Geduld der Kinder. Überraschend entpuppte sich die Handyhüllen-Manufaktur als Jungsdomäne in der sich das einzige Mädchen neben der jugendlichen Inhaberin jedoch behaupten konnte. Das spielerische Kennenlernen des Arbeitsmarktes machte den Kindern sichtlich Spaß: Mit erstaunlicher Ruhe und Disziplin arbeiteten alle fleißig an den Projekten, um am Ende des Tages den wohlverdienten Lohn zu erhalten. Dieser gehört schließlich zum Arbeitsleben dazu. Dass dieser nur aus Spielgeld bestand, störte niemanden.

Die Vorfreude, mit dem selbst verdienten Geld etwas auf dem Wochenmarkt kaufen zu können, überwog. Und war der Ansporn für die Kinder in ihren Rollen als Angestellte, Freiberufler und Probearbeiter. „Wir wollen den Horizont der Kinder erweitern. Durch das Kennenlernen des Arbeitsmarktes erlernen sie ein zielorientiertes Arbeiten, was die Kinder, mit dem direkten Produkt ihrer Arbeit vor Augen, zufrieden und glücklich stimmt“, erklärte Beate Kuhn.

Wie es in der Arbeitswelt eben so ist, waren nicht alle mit ihrer ersten Berufswahl zufrieden. So kam es zu Neuorientierungen und der Erkenntnis, dass auch Faktoren wie Kollegen und Arbeitsumfeld nicht zu ignorieren sind.

Positiv überrascht von der Disziplin der Kinder zeigte sich auch Bruno Barth, Vorsitzender der Naturfreunde Merkstein. Selbstverständlich habe man den Falken die Räumlichkeiten des Naturfreundehauses zur Verfügung gestellt, die diese auch zukünftig für Kinder- und Jugendaktivitäten nutzen werden.

So wird hier demnächst auch das jährliche Sprachcamp der Falken in stattfinden, teilte Barth mit. Wer Interesse an der Arbeit und aktuellen Projekten der SJD – Die Falken hat, kann sich an Beate Kuhn wenden, E-Mail: beate_kuhn@gmx.de.

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