Kinder entdecken wilden Westen

Von: Lars Odenkirchen
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„Komm, wir reiten um die Wette”: Beim Ferienspiellied sangen natürlich alle Kinder laut mit. Foto: Lars Odenkirchen

Würselen. Die Lassos werden wieder eingepackt, die Pferde abgesattelt, und vielleicht wird sogar das ein oder andere Tränchen vergossen: Nach zwei ereignisreichen Wochen gingen in der Kleinen Offenen Tür (KOT) St. Sebastian die Ferienspiele zu Ende.

„Wilder Westen” war das Motto, was dem Beobachter nicht lange verborgen blieb: Nicht nur die KOT war zum Indianerdorf umgeschmückt worden, auch die Betreuer und viele der Kinder hatten die Kostüme aus dem Schrank gekramt und wurden zu Cowboys und Indianern.

Die kleine Westernstadt war gut besucht: Zu den 96 Kindern und 36 Betreuern gesellten sich zum Abschlussfest noch zahlreiche Eltern, Großeltern und Geschwister, die ein buntes Programm verfolgen durften, dass die Kinder während der vorangegangenen Woche eingeübt hatten. Squaredance, Wildwestakrobatik und ein wildes Verfolgungsrennen mit Steckenpferden gab es dabei zu sehen.

Unter den 36 Betreuern waren auch zehn Firmlinge, die ihr Firmpraktikum als Ferienspielbetreuer ableisteten. Eine gute Erfahrung, wie Magnus (16) findet: „Ich mache das hier zum ersten Mal. Es ist schon sehr stressig, aber man gewöhnt sich dran, und am Ende überwiegt dann doch der Spaß.”

Stressig ist der Alltag der Betreuer tatsächlich gewesen: Um 9.15 Uhr begann für sie der Tag mit Vorbereitungen und Proben für das Tagesprogramm, und als die Kinder um 17 Uhr wieder nach Hause gingen, war meist noch lang nicht Schluss.

„Oft genug haben die Betreuerinnen und Betreuer ihre Tage hier bis um 11 in der Nacht verbracht, um Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen”, erzählt Sabine Bischof, Leiterin der KOT.

„Ich finde, das ist auch Anerkennung wert: Oft wird über die heutigen Jugendlichen geschimpft, aber hier sind junge Menschen, die ihre Freizeit gerne für andere einsetzen.”

Zu diesen Menschen gehört auch Stefan. Der 19-Jährige ist bereits zum dritten Mal als Betreuer mit dabei und weiß, wie viel Arbeit hinter den Ferienspielen steckt.

Glitzernde Augen

„Besonders stressig ist die Woche vor den Ferien, da fährt man auch dreimal am Tag nach Aachen, um noch Sachen zu besorgen.” Doch am Ende lohnt sich die Mühe: „Man freut sich schon, wenn man sieht wie glücklich die Kinder sind.”

Dass die kleinen Gäste der KOT wirklich glücklich durch die Ferienspiele gingen, sah man nicht nur an den glitzernden Augen. „Mir hat es sehr gut gefallen, ich finde es toll, dass die Betreuer uns unterstützt haben und uns soviel beibringen konnten”, meint die achtjährige Nofayla.

Die gleichaltrige Anna stimmte in das Lob mit ein. „Besonders toll”, meint sie, „war der Ausflug in den Safari-Park. Da sind wir mit einem kleinen Bus rumgefahren, und wilde Tiere liefen da frei rum. Lamas und Zebras zum Beispiel.”

Dieser Ausflug war allerdings nicht der einzige Höhepunkt: Gut kam bei den Kindern auch die Fahrt zum Abenteuerspielplatz Bokrjik in Limburg an, und auch ohne Ausflüge wurde es in der KOT mit zahlreichen Spielen, Bastelaktivitäten, Tanzeinlagen und Akrobatikübungen nicht langweilig. Für Anna und Nofayla steht jedenfalls eins jetzt schon fest: „Wir kommen wieder!”
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