Würselen - Kinder aus Tschernobyl verleben unbeschwerte Tage

Kinder aus Tschernobyl verleben unbeschwerte Tage

Letzte Aktualisierung:
5746797.jpg
Ruhige Spiele in unbeschwerter Umgebung: Diese drei Mädchen aus Russland wetteifern mit dem Diavolo. Foto: ny

Würselen. Sie spielen Fußball und Diavolo, und beobachten immer wieder aufmerksam ihre Umwelt. Nur manchmal ist ein Lachen zu hören, manchmal leises Stimmengewirr: 20 Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren aus zwei russischen Kinderheimen sind für eine Woche in Würselen zu Gast.

Vorher waren sie bereits im thüringischen Hildburghausen. Sie stammen aus der Region um Tschernobyl, wo 1986 der verheerende Reaktorunfall passierte. Schon seit 13 Jahren kommen jedes Jahr Kinder aus Russland. „Dieser besondere Ferienaustausch kam aufgrund der Freundschaft mit Würselens Partnerstadt Hildburghausen zustande“, erzählt Hans Brings vom städtischen Jugendamt. Es kommen immer andere Jungen und Mädchen. Die Ferien beginnen in Russland schon am 1. Juni und dauern bis Mitte September. „Nur ausgewählte Kinder dürfen kommen“, erzählt Brings. Auffällig ruhig sind die kleinen Gäste. „Dieser Aufenthalt ist sehr wichtig für die Kinder, die Sozial- oder Vollwaisen sind“, sagte Brings. Mal raus aus ihrem bedrückenden Alltag zu kommen, um neue Eindrücke zu sammeln.

Untergebracht sind sie im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath. „Sie kommen aus dem Heim und sollen deswegen gemeinsam übernachten. Gemeinsam mit ihren Betreuern“, sagt Brings, der den Aufenthalt mit Hilfe vieler Sponsoren zum unvergesslichen Erlebnis machen möchte. „Die Kinder waren in der Kinderstad in Heerlen, im Aquana, und in der KOT spielen sie mit anderen“, erzählt Brings. Noch hat er die 5000 Euro nicht zusammen, die er für die Ferienwoche braucht und bittet um Spendengelder an den Verein zur Förderung der Jugendhilfe Würselen e.V., Konto-Nummer 286 33 55, bei der Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00.

In diesem Jahr waren es auch die Tage der Vielfalt, die von der Städteregion in den Kommunen unterstützt werden, die die Kinder zusammen brachten. „Rund ein Drittel der Menschen, die in der Region leben, haben eine Zuwanderergeschichte. Um die Facetten des Miteinanders zu erleben, gibt es diese Tage der Vielfalt“, erklärt Brings. Der Würselener Beitrag war das muntere internationale Kinderfest.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert