KG Narrenzunft ehrt den Vollblutkarnevalisten „Manni“ Mahr

Von: Yannick Longerich
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Achterbahnfahrt der Gefühle: Sichtlich gerührt nimmt Manfred Mahr das „Goldene Wappen“ – überreicht von Präsidenten der Narrenzunft Baesweiler, Udo Kriz (Mitte), und Moderator Stefan Demus – entgegen. Foto: Yannick Longerich

Baesweiler. Am Ende liefen die Tränen hemmungslos und der „Saal „huldigte mit stehenden Ovationen. Manfred „Manni“ Mahr, diesjähriger Träger des Goldenen Wappens der KG Narrenzunft Baesweiler, dankte herzergreifend seiner Frau Rosi, die ihn in seiner unendlichen Passion für den Karneval stets unterstützt und motiviert habe. Ihr sei es zu verdanken, dass sie beide zusammen so viel erleben und erreichen durften.

Begonnen habe all der „Trubel“ an einem denkwürdigen Sonntagabend im vergangenen Herbst. Zu später Stunde habe den langjährigen Vorsitzenden der Baesweiler Karnevalisten „Die Schörjer“ ein Anruf ereilt. Sekunden später war ihm klar: Er ist der nächste Träger des von Herbert Kusseler ins Leben gerufenen „Goldenen Wappens“.

Dass er trotz des unerwarteten Ruhmes immer noch den Gesetzen der Newton‘schen Physik unterworfen ist, wurde ihm postwendend klar. Das frisch bestrichene Nutella-Brot glitt ihm vor Aufregung aus der Hand und die klebrige Nougat-Paste tat ihr übriges für ein heilloses Durcheinander. „Realisieren kann ich das alles wahrscheinlich erst so richtig in ein paar Tagen, momentan wirkt vieles noch surreal“, so Mahr bei seiner Dankesrede.

Die „Schörjer“, dessen Gesicht Manni Mahr jahrelang war, haben einst das „Schubkarren-Rennen“ für sich entdeckt und bereichern seit über 50 Jahren nun die Tollitäten in der Löwenstadt. „Unsere Stadt zeichnet sich weiterhin durch das Zustandebringen eines unkomplizierten, authentischen Karnevals aus – allen voran durch die tolle Nachwuchsarbeit“, war sich nicht nur Bürgermeister Dr. Willi Linkens sicher. Eigenständigkeit heißt die Philosophie der Schörjer.

Den Karneval in seiner traditionellsten Form, ausgelassen und hausgemacht, fördern und fordern die „Schubkarren-Piloten“. „Manni hat sich als Ehrenamtler immer diesen Grundvoraussetzungen verschrieben. Der Verein hat unter ihm mit begrenzten Mitteln Dinge für den Baesweiler Karneval auf die Beine gestellt, die ihresgleichen suchen“, sagte Laudator Ralf Wagemann. Der Preisträger des vergangenen Jahres lobte die Willenskraft seines Nachfolgers: „Manni, du hast mit deiner gradlinigen Art oft Widerstand erleben und dich gegen pessimistischere Einstellungen durchsetzen müssen. Bitte behalte immer deinen lösungsorientierten Charakter.“

Spenden gesammelt

Zusammen mit den Kollegen aus den weiteren Karnevalsvereinen Baesweilers wird Mahr weiter der Baesweiler Ehrengarde beratend und unterstützend zur Seite stehen. Traditionell wurden während der Preisverleihung in der berstend vollen „Alten Scheune“ Spenden gesammelt, die dem Preisträger dann offiziell übergeben wurden. Mahr folgte selbstverständlich dem Vorbild seiner Vorgänger und wird zusammen mit seiner eigenen Zugabe den Gesamtbetrag einer sozialen Einrichtung in der Löwenstadt zukommen lassen.

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