Baesweiler - KG Narrenzunft Baesweiler: Enthusiasmus vor dem großen Jubiläum

KG Narrenzunft Baesweiler: Enthusiasmus vor dem großen Jubiläum

Von: mas
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Narrenzunft – das ist eine Generationen übergreifende Herzensangelegenheit: Silvia Marker tanzte schon als Kind für die KG, ihre Mutter Ursula Stückmann leistete Pionierarbeit, der heutige Chef Antoni Messias gab der Gesellschaft ein neues Profil, während Jugendbetreuerin Vanessa Rode sehr viel Engagement in den Nachwuchs investiert (von links). Foto: Sigi Malinowski.

Baesweiler. Die Zeiten des Beginns waren mehr als abenteuerlich. „Wir hatten doch nix“, erinnert sich Ursula Stückmann. Und doch lächelt sie dabei. Sie war schon zu Gründungszeiten dabei. Als man die Narrenzunft aus der Taufe hob.

Das ist 44 Jahre her. Aber für Ursula Stückmann ist es so, als wäre es gerade erst gewesen. Quer über den Tisch reden mehrere Generationen an diesem Tag. An dem man möglichst viel aus der Geschichte der KG Narrenzunft erzählen soll. Antoni Messias, der jetzige Chef, gehört zu dieser Runde. Ebenso wie Ursula Stückmanns Tochter Silvia Marker und Tanztrainerin Vanessa Rohde. Ja, das Jubiläum – das treibt sie alle um. Sie freuen sich auf den November, auf die viermal 11, auf große Feste.

Doch wie war das damals, als man sich entschloss, organisierte Karnevalisten in Baesweiler zu sein? Namen wie Walter Bochmann, Edwin Stückmann, Walter Logemann, Hans Wortmann oder Adi Freialdenhoven fallen. Wer war seit Anbeginn dabei? Das eine oder andere ist nur noch verschwommen im Gedächtnis. Aber hier geht’s ja nicht unbedingt um eine lückenlose Aufzählung von Daten.

„Wir hatten doch nix“! An der Aussage lässt sich Uschi Stückmann gern festlegen. Sie geht ins Detail. „Hüte, die haben wir uns aus alten Teppichböden gemacht“, plaudert sie amüsiert. „Kleider? Da mussten dann schon mal Diolen-Loft oder die sogenannten Trevira-Gardinen umgeschnitten werden“.

Die gebürtige Dortmunderin berichtet auch, dass „wir die ersten Garde-Uniformen ausgeliehen hatten“. Fast schon klingt Wehmut durch. Auch, als sie sagt: „Schade, dass die Tonhalle (Anm.: Saal Jorias in der Maarstraße) zugemacht hat. Das war damals unsere Heimat. Die Stimmung dort war unbeschreiblich.“

Fast ist es so, als wolle die Geschichtsexpertin der Narrenzunft nun zur Hymne ansetzen und schmettern, „Wir sind die Bosswiller Narrenzunft . . .“. So enthusiastisch, als seien die frühen Zeiten noch existent, ist man bis heute bei der Zunft geblieben. Das aktiviert der junge Vorsitzende Antoni Messias ebenso wie Silvia Marker oder Ex-Tanzmariechen Vanessa Rode.

Überhaupt: Die Ausbildung, der Tanz ist ein großes Standbein der KG, die einen Riesenzulauf hat. 50 Personen im Alter zwischen vier und 26 Jahren zählt die Tanzabteilung. Auch einen Musikzug hat man aufgebaut. Dort sind 30 Musikanten organisiert.

Wie hoch der Qualitätsstandard in der Ausbildung ist, unterstreicht Antoni Messias gern. Mit Hannah Leven und Marius Nacken hat man aktuelle Deutsche Meister des Tanzsportes in den eigenen Reihen. Mit Blick auf weitere Jugendliche, die sich in Richtung Deutsche Meisterschaften entwickeln, sagt Betreuerin Vanessa Rode: „Die Tänze sind anspruchsvoller geworden, das ist richtiger Leistungssport.“

Um eine Nachwuchsabteilung dieser Größenordnung dauerhaft pflegen zu können, braucht man aber auch ein Sponsoring. Das hat man installiert. Der „Freundeskreis“ der Narrenzunft leistet (nicht nur) in dieser Hinsicht vorbildliche Unterstützung. Das stabile Fundament, das die KG gegossen hat, wird ihr auch über die nächsten Jahre den nötigen Halt geben. Davon ist Silvia Marker überzeugt.

Sie, die schon als junges Mädchen in der KG fest verankert ist, stellt vor allem heraus: „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt: Narrenzunft ist auch ein Synonym für Zusammenhalt und Menschlichkeit.“ Ihre Mutter unterstützt sie in ihrer Meinung. „Wir haben immer darauf geachtet, was für Leute hier reinkommen“.

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