KG Narrenzunft: 44-jähriges Vereinsbestehen

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Antoni Messias, Vorsitzender der KG Narrenzunft Baesweiler, freut sich über 60 neue Mitglieder in den vergangenen Jahren. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Noch bis morgen begeht die Karnevalsgesellschaft Narrenzunft Baesweiler ihr 44-jähriges Vereinsbestehen – mit vielen Programmpunkten.

Die KG ist stets beliebter Anlaufpunkt für viele Jecken in Baesweiler gewesen. Daraus resultiert auch eine wechselvolle Geschichte und Verpflichtung für eine gute Zukunft. Was war, was ist und was sein soll: Darüber unterhielt sich Sigi Malinowski mit dem Narrenzunft-Vorsitzenden Antoni Messias.

Herr Messias, Sie waren damals, als Herbert Kusseler die Narrenzunft gründete, gerade im Kindergartenalter. Dennoch die Frage, Karneval 1972 und 2016 – gibt‘s noch Gemeinsamkeiten?

Messias: Ich bin jetzt nicht gerade als Karnevalist geboren worden. Aber ich denke, in den letzten 10 bis 15 Jahren hat sich doch einiges stark verändert. Man darf nicht verkennen, dass zum Beispiel der traditionelle Saalkarneval – so, wie man ihn früher feierte – deutlich zurückgeht.

Damals hatte die KG noch einen immensen Zulauf. Heute muss man allgemein um jedes Mitglied kämpfen. Ist das bei Euch auch so?

Messias: Wir sind jetzt nicht so sehr betroffen und können sogar eine Steigerung der Mitgliederzahl melden. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre haben wir etwa 60 neue Mitglieder bekommen. Aufgeteilt in Nachwuchs, Gardisten oder Musiker.

Kriegt man die Veranstaltungen immer noch problemlos voll oder wird das schwieriger?

Messias: Vorweg, einfach war das noch nie. Betrachtet man unsere Jubiläumsveranstaltung, dann sind wir zu 90 Prozent ausverkauft. Insgesamt gesehen zeugen die vergangenen Jahre und unsere Auslastung davon, dass wir nicht allzu viel verkehrt gemacht haben.

Vieles dreht sich im organisierten Karneval um Sponsoring. Wie ist es bei der Narrenzunft damit bestellt?

Messias: Gute Jugendarbeit braucht große Investitionen, die Reisekosten (Busse) schnellen in die Höhe. Das kann man nicht alles nur durch die Mitgliedsbeiträge auffangen. Von diesen Beiträgen fließen drei Viertel allein schon in die Orden, die wir pro Session brauchen. Also braucht man gute Partner in Form von Sponsoren. Um wenigstens einen Teil der Kosten auffangen zu können.

Wie bekommt man die Jugend fürs Brauchtum Karneval aktiviert?

Messias: Indem man den Kindern das ganze Jahr über etwas bietet. Nur mit dem Tanztraining ist es nicht getan. Denn man kann das Hobby nicht auf drei Monate im Jahr reduzieren. Dann verlieren die Kinder schnell die Lust. Wir organisieren unter anderem Fußballturniere, übers Jahr verteilte Feste oder unternehmen auch gemeinsame Fahrten.

Um eine gesicherte Zukunft des Vereins Narrenzunft anzusteuern – wo muss man ansetzen?

Messias: Wenn man es schafft dem Karneval so verbunden zu sein, ohne eine Uniform tragen zu müssen, dann ist man schon sehr weit. Wenn man das denn so möchte. Wir haben einen großen Nachwuchsbereich, dazu tolle Eltern und einen sehr fleißigen Jugend- und Freundeskreis. So sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Das werden wir zum anstehenden Jubiläum auch nochmals beweisen.

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