KG „Linden-Neusener Klöös“: In Nostalgie ausgiebig schwelgen

Von: ehg
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Nostalgie-Sitzung: Et fussig Renate (Renate Dahlenburg) und D‘r Jong von d‘r Frohnhof (Hans Maaßen) luden zum Mitmachen und -singen ein. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Auch ohne (eigenen) Prinzen sind die „Linden-Neusener Klöös“ eine feste Größe im düvelstädtischen Karneval. Nach der Gala zum „Elften im Elften“ verbuchten sie mit der 33. Nostalgie-Sitzung ihr zweites großes Highlight.

„Jetz simmer all‘ widder he“ begrüßte der singende Präsident Hans Maaßen zahlreiche Narren in der Festhalle der Broicher Siedlung – nach guter alter Sitte zunächst zu Kaffee und Kuchen „wie von Muttern“. Nach der süßen Stärkung ging es mit vollen Segeln hinein in das gut vorbereitete karnevalistische Spektakel. Dazu rollte Kindermariechen Nina Knöpel mit ihrem schwungvollen Tanz den roten Teppich aus.

Mit Alphorn auf Aalfang

Als Nachwuchs in der Bütt setzte sich „Dr Klenge“ (Lars Pancyszak), zweiter Sieger beim städteregionalen Wettbewerb 2015, selbstbewusst in Szene. Viel Beifall für seine tänzerische Leistung erntete das Juniorenmariechen Anne-Lena Wölk. Mit Prinzessin Steffi I. (Glaser) an der Spitze zog der Weidener Karnevalsverein „Hölze Päed“ in nachbarschaftlicher Verbundenheit unter seinem Präsidenten Hans-Josef Bülles eine tolle Bühnenshow ab. In einem 15-minütigen Kompaktprogramm bot er Mariechen und Garden auf, den kompletten Nachwuchs. „Et Hülldöppe“ (Werner Heck aus Büttgenbach/Belgien) heulte den Narren, aber auch sich selbst was vor. Seine Wortkanonaden rührten zu Tränen vor Lachen.

Mit einem Alphorn gingen „Horst & Ewald“ auf Aalfang, ganz nach friesischer Manier. Auf die „Klöös“ umgeschriebene Popsongs internationaler Stars bis hin zu Eros Ramazotti brachte das Duo zu Gehör. Einen wunderbaren Melodienstrauß flochten Minis, Jugend- und Seniorengarde bei ihrer Tanzeinlage. Dann wartete „Et Tres us d‘r Nöse“ (Leni Mainz) mit herzerfrischendem volkstümlichen Humor in der Bütt auf. Das Zwerchfell wurde bei ihren „Verzällcher“ aus dem realen Leben stark strapaziert. Der Prinz Karneval der Kaiserstadt, Axel II., machte bei den „Klöös“ mit „Oche os Heämatstadt jewess met Prente, Päed an Öcher Platt fass verbonge es“ in Begleitung seines Hofstaats, angeführt vom Hofmarschall des Aachener Karnevalsvereins, seine faszinierende Aufwartung.

Mariechen Janine Schiffers wurde dem Ruf, der ihr als amtierende VKAG-Meisterin vorauseilte, durch ihre tänzerischen Leistungen gerecht. „Wir sind Prinz!“ schwappte die Welle der Begeisterung auf die närrischen Untertanen über, als das düvelstädtische Prinzenpaar, Michael I. (Mallmann) und Prinzessin Heike I. (Mallmann-Jakobi), mit nostalgischem Hofstaat und WKV-Prinzengarde, aber auch mit Tanzgarde und Mariechen Einzug hielt. Das Feld war bestens bestellt für „Josef, Jupp und Jüppchen“, das humoristische Dreigestirn aus der Kaiserstadt. Es war mit Fachgesprächen und Lebensweisheiten ein echter Knaller.

Die beiden Originale „us et Dörp“, „Et fussig Renate“ (Dahlenburg) und „d‘r Jong von d‘r Fronhof“, setzten mit ihren Liedern dem bunten karnevalistischen Treiben nach mehr als vier Stunden die Krone auf. Souverän waltete Ehrenpräsident Hans Sinken als Sitzungspräsident seines Amtes. Als Zeremonienmeisterin fungierte Nadine Richtarsky. Den musikalischen Rahmen gestaltete Andreas Schiller.

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