Würselen - KG „Au Ülle“ trauert um Anton Roufosse

KG „Au Ülle“ trauert um Anton Roufosse

Von: ehg
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Anton Roufosse KG „Au Ülle“
Anton Roufosse: Der Ehrenpräsident des Senats der KG „Au Ülle“ ist tot. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Ehrenpräsident des Senats der KG „Au Ülle“, Anton Roufosse, ist tot. Er verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von 80 Jahren. Obwohl er sich nach 17 Jahren Amtszeit im Jahre 2011 in die zweite Reihe zurückgezogen hatte, fühlte er sich der Pflege des vaterstädtischen Brauchtums bis zu seinem Lebensende – auch über die Grenzen der Düvelstadt hinaus – eng verbunden.

Der gebührtige „Oecher“ fand 1962 seine zweite Heimat in Haaren und seit 1982 in Würselen, wo er sich an der Oppener Straße als selbstständiger Architekt niederließ. Zwei Jahre später verlor er als Senator der „Au Ülle“ sein Herz an den düvelstädtischen Karneval.

Bei der Gestaltung der Innenstadt setzte er als Architekt so manches „Denkmal“. Seine Handschrift trägt insbesondere die 1983 in Angriff genommene Bebauung von der Rathaus-Apotheke bis zur Altbebauung an der Kaiserstraße. Bevor sich der Vater von vier Töchtern mit 67 Jahren in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedete, entwarf er noch die Pläne für die Umgestaltung des Altarraumes und die Renovierung der Kirche St. Peter und Paul in Bardenberg.

Für den Senat warb der damalige Senatspräsident, Stadtdirektor Albert Cramer, den karnevalistischen „Nobody“ 1964. Zehn Jahre später übernahm nach Gottfried Heyer, Dr. Wilhelm Lynen und Albert Cramer als vierter Präsident das Amt im Senat.

Zweifelsohne hatte er von seinem Vorgänger einen intakten Fördererkreis übernommen. Dennoch durfte er für sich in Anspruch nehmen, ihm seinen ureigenen Stempel aufgedrückt zu haben. Nicht zu vergessen, dass der verstorbene Ehrenpräsident ein Förderer des gesamtstädtischen Karnevals war.

Auf seine Initiative ging nicht zuletzt die Errichtung des Eulenbaumes am unteren Morlaixplatz zurück. Die freundschaftlichen Kontakte ins nahe Ausland wurden unter Roufosse auf vielfältige Weise intensiviert. Anderen Leuten Freude zu bereiten und ihnen ein Glücksgefühl zu vermitteln, das machte sich der verstorbene 80-Jährige über lange Zeit zu seiner Lebensmaxime.

Im Jahre 2014 wurde ihm in Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste um den Karneval der „Närrische Grenzlandschild“ verliehen.

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