Kevelaer Bruderschaft: Nur die Schuhe sind verstaubt

Von: yl
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Bernd Hollands, Herbert Contzen und Gerd Schnitzler (v.l.n.r.) geben die Richtung vor. Foto: Longerich

Herzogenrath. Am Kohlscheider Markt wird es beginnen, am Markt wird es sechs Tage später enden. Die Kevelaer Bruderschaft Kohlscheid zelebriert die kommende Wallfahrt, die trotz ihrer antiquiert wirkender Bezeichnung zeitlos und allgegenwärtig scheint.

„Wir machen Lust auf etwas ganz Besonderes. Verstaubt sind bei uns nur die Schuhe“ – so lautet das Motto der 165. Wallfahrt in die namensgebende Stadt Kevelaer am Niederrhein, auf welche die Bruderschaft vorausschaut. Zum traditionellen „Bruderschaftstag in Sankt Katharina standen die Vorbereitungen zum Jahreshöhepunkt an oberster Stelle.

Keine strengen Abläufe

Eine Pilgerfahrt sei mitnichten ein nach strengen Abläufen durchgetaktetes Zelebrieren der christlichen Liturgie, vielmehr würde sie zu einem ganz individuellen Wegweiser der eigenen Spiritualität, so der Vorsitzende Herbert Contzen. Besonders jüngere Teilnehmer möchte er ansprechen. „Mit einem Altersschnitt von knapp 60 Jahren leiden wir an denselben Problemen wie viele andere, kleine Vereine. Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren viele junge Leute für die Kevelaer-Tour begeistern können, wir hoffen natürlich immer auf mehr.“

Sechs Tage lang werden die Kohlscheider „Fußtruppen“ sich ihren Weg nach Kevelaer bahnen. Als Zwischenziel werden die Nachtquartiere Gerderhahn und Hinsbeck anvisiert, ehe am dritten Tag und nach 105 Kilometern Wanderstrecke der Marienwallfahrtsort erreicht wird. Der gebürtige Pannesheider Markus Frohn, Pfarrer in Aachen-Ost, wird sich traditionell ebenfalls der Herausforderung stellen.

Sollte das Irdische doch einmal den Geist übertrumpfen, dann ist man bei der Bruderschaft auf alles vorbereitet. Kleinbusse transportieren Gepäck und können Erschöpfte einsammeln. Eine kleinere Version der Wallfahrt via Busreise ist am 16. August ebenfalls organisiert.

Individuelle Erfahrung

Die Erinnerungen an die letztjährige Wallfahrt klangen ähnlich und doch glich eine kaum einer anderen. Individualität werde bei der Bruderschaft groß geschrieben und dabei sei es zweitrangig, welchen eigenen Bezug man zu Gott, zur Institution Kirche oder zum Glauben hat.

Das spirituelle Erlebnis in der Gemeinschaft erstrecke sich nahezu unbemerkt über den gesamten Geist, so Contzen. Wenn sich am frühen Morgen des 13. August die Kohlscheider Delegation auf den langen Weg an den Niederrhein macht, wird die Angst vor etwaigen Strapazen verflogen sein. Manchmal ist eben auch schon der Weg das Ziel.

Die Fußwallfahrt wird in der Woche vom 13. bis zum 19. August angeboten, eine Buswallfahrt wird alternativ am 16. August durchgeführt. Anmeldungen können am 9. Juli zwischen 10 und 12 Uhr im Katharinahaus, Markt 5 Kohlscheid, abgegeben werden.

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