Alsdorf - Keine „Wasserhähne aus Gold” für das Kubiz

Keine „Wasserhähne aus Gold” für das Kubiz

Von: Holger Bubel
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Wird mehr als ursprünglich vo
Wird mehr als ursprünglich vorgesehen mit in die schulische Verwendung einbezogen: das Langhaus, zentrale Begegnungsstätte für das Projekt „Soziale Stadt”. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Der Sache dient es nicht, aber dennoch was es Wasser auf den Mühlen grüner Protestpolitik gegen den Bau des Kultur- und Bildungszentrums (Kubiz) auf dem Annapark. Diese hatten sich in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt der beiden Schulen in Ofden, Gymnasium und Realschule, nicht zuletzt aus Kostengründen ausgesprochen.

Bei der jüngsten, gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Gebäudewirtschaft und des Ausschusses für Schulen, Sport und Kultur durften die Grünen und mussten die Vertreter der Gestaltungsmehrheit, und Befürworter des Kubiz-Baus, von Günter Jansen, Geschäftsführer der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft, die mit dessen Realisierung beauftragt ist, höre, dass nach Abschluss der Planungsphase 2 die Kosten von 37,5 Millionen für den ursprünglichen Entwurf nicht haltbar seien. Laut dem beauftragten Architekturbüro „gmp” würden die Kosten für die großangelegte Baumaßnahme um 2,5 auf 40 Millionen steigen.

„Geld, das wir nicht haben”, konstatierte Günter Jansen. Eine umfassende Überarbeitung des Raumkonzeptes sei daher notwendig geworden. Das Ergebnis: Es wird keine vierte Sporthalle geben, der Neubau werde kleiner als geplant, auf Neben- und Foyerflächen verzichtet. Das Langhaus werde mehr in die schulische Verwendung einbezogen als vorgesehen. „Wohlgemerkt, der Schwerpunkt bleibt dort bei der öffentlichen Nutzung, denn nur diese wird aus öffentlichen Mitteln gefördert”, erklärte Jansen.

Mit Schulleitern abgestimmt

Die Überarbeitung des Raumkonzeptes, so betonte der Geschäftsführer, sei mit den beiden Schulleitungen Gymnasium und Realschule einvernehmlich abgestimmt.

Auf Nachfrage des Grünen Friedel Wirtz und Gabrielle Persighel (CDU), wie die Mehrkosten von 2,5 Millionen zustande gekommen seien, verwies Günter Jansen auf den Bauindex von 4,5 Prozent für die nächsten Jahre und die verfeinerte Kalkulation des Projekts Kubiz durch das Architekturbüro gmp. Auf eine weitere Nachfrage von Gabrielle Persighel, ob es noch Einsparpotenziale gibt, wurde Günter Jansen noch deutlicher: „Wir sind mit diesen Kompromissen im Raumkonzept an unsere Grenzen gestoßen, wir haben keine Sicherheiten mehr. Alle, was wir an Reserven haben, haben wir ausgeschöpft.” Einsparungen, so seine Folgerung, sind nicht mehr möglich.

Jansen machte klar: „Goldene Wasserhähne wird es im Kubiz nicht geben.” Es werde funktional ausgestattet, ausgerichtet aufs Notwendige für den Schulbetrieb. „Aber”, gibt Jansen sich auf Nachfrage dieser Zeitung optimistisch, „es herrscht einhellig Konsens, dass das Kubiz realisiert wird, darin sind sich alle am Projekt Beteiligten einig, von der Verwaltung bis NRW Urban.” Wären die Kosten aus dem Ruder geraten, so Jansen, dann hätte er als Geschäftsführer und Projektverantwortlicher Alarm bei Verwaltung und Politik geschlagen.

Die tatsächlichen Kosten für das Gesamtprojekt ständen allerdings erst mit den Ausschreibungsergebnissen Ende des Jahres fest. Dann müsse man weitersehen

Bernd Mortimer von der ABU beantragte eine Sondersitzung zum Thema Kubiz, in der alle Aspekte des Projekts noch einmal auf den Tisch kommen sollen.
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