Keine Einigung über Schulwegproblem in Bank

Von: eli
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Enge Straßen, dunkle Unterführungen: Eltern der Grundschüler in Bank sind um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Busfahrkarten oder nicht? Diese Frage diskutieren Eltern seit Monaten mit der Stadtverwaltung. Mehrere Ortstermine, Nachfragen im Stadtrat und dem Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss und Schreiben mit den Verantwortlichen später ist noch keine Einigung in Sicht. Nach dem vergangenen Ortstermin hatte die Polizei die abgestufte Kategorie des Schulwegs als „nicht besonders gefährlich“ bestätigt. Die Faktoren vor Ort hatten sie auch beim zweiten Termin zu dieser Einschätzung kommen lassen.

Polizeisprecher Paul Kemen verwies aber auch darauf, dass die Polizei „ein Anhörungsrecht“ hat, „und Empfehlungen weitergeben. Wir sind aber nicht der Entscheidungsträger, das macht in diesem Fall die Stadt.“

Eltern, deren Kinder die Grundschule Kohlscheid-Mitte besuchen, kritisieren die Verkehrssituation vor Ort und die Empfehlung, die Unterführung des Bahnhofs als Schulweg zu nutzen. Zu viele Unsicherheiten sind es ihrer Meinung nach, zu viel Gefahrenpotenzial, dem die Kinder ausgesetzt sind. Eine Schülerfahrkarte könnte Abhilfe schaffen, doch die wird seit Beginn des laufenden Schuljahres nicht mehr anteilig von der Stadt Herzogenrath übernommen (wir berichteten).

Nun fordert die FDP-Fraktion im Herzogenrather Stadtrat unter der Debatte der Schulwegsicherheit Banker Kinder einen Schlussstrich zu ziehen und beantragt die unveränderte Ausgabe entsprechender Bustickets an die betroffenen Familien. Bei der Schulwegsicherheit dürfe „nicht lamentiert und nicht gespart werden. Es ist jetzt im Interesse der Kinder und an der Zeit zu handeln“, sagt FDP-Fraktionschef Björn Bock.

Dabei kritisieren die Liberalen insbesondere das Vorgehen der Verwaltung: „Dieser Fall zeigt, dass unsere Verwaltungsspitze deutlich geschwächt und nicht optimal besetzt ist. Wer eine Entscheidung trifft und im gleichen Moment den Betroffenen zur Klage gegen die soeben getroffene Entscheidung rät, der bringt hierdurch zum Ausdruck, wie sehr er von seiner eigenen Entscheidung überzeugt ist. Nämlich gar nicht! Das Vorgehen in dieser Angelegenheit war wieder einmal eine einzige Katastrophe“, so Christoph Pontzen, Vorsitzender der Herzogenrather FDP.

Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion als Beschlussvorschlag für den BSK-Ausschuss formuliert, die Verwaltung zu beauftragen „an alle Familien, die nach der alten Gefährdungseinschätzung Anspruch auf ein Busticket hatten, erneut entsprechende Tickets auszuhändigen“.

Die nächste Sitzung des BSK-Ausschusses findet am Dienstag, 4. Dezember, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.

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