Keine Diskussion um die Aufgabe von fünf Sportstätten

Von: mas
Letzte Aktualisierung:
11315973.jpg
Zu den fünf Sportstätten, die verschwinden sollen, zählt auch die Jupp-Lürkens-Kampfbahn von RW Alsdorf. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Kein Widerstand. Keine Diskussionen. Lediglich ein Einwand der Grünen und deren Antrag, den Punkt von der Tagesordnung abzusetzen. Der Sportstätten-Entwicklungsplan (SPEP) der Stadt Alsdorf hat den Fachausschuss unter Vorsitz von Ulrike Wagner passiert - das Aus für fünf Sportanlagen ist damit auf den Weg gebracht.

Mit großer Mehrheit, bei zwei Enthaltungen der Grünen. Nun wird der SPEP dem Stadtrat – die Sitzung findet am Dienstag, 15. Dezember, statt – zum endgültigen Beschluss zugeleitet.

Zudem beauftragte der Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur Alsdorfs Verwaltung, die finanziellen Auswirkungen des SPEP in die Planung bis 2020 mit aufzunehmen. Ein weiterer Auftrag an die Verwaltung lautet, die „Sportförderungsrichtlinien zu überarbeiten und Fachausschuss sowie dem Rat zum Beschluss vorzulegen“.

Verwaltung, Politik und betroffene Vereine sind sich schon länger einig, es muss etwas passieren. Auslastungen verschiedener Sportstätten sind zu gering, die Kosten zur weiteren Unterhaltung zu hoch. Unter diesem gemeinsamen Geist wurde der Beschluss auch gefasst.

Fünf Sportstätten (Kellersberg, Hertha Mariadorf, SG Duffesheide, RW Alsdorf, JSV Alsdorf) fallen dem Sanierungsplan zum Opfer und werden verschwinden. Andere, wie beispielsweise die Zopper Anlage, werden ertüchtigt.

Kein Druck auf Vereine ausgeübt

Der in der Verwaltung für Sport zuständige Dezernent Stephan Spaltner sagte: „Ich bin froh, dass der SPEP endlich da ist“. Zukünftig werde sich die Stadt hinsichtlich ihrer Anlagen „aufs Notwendigste beschränken müssen“. Froh sei man seitens der Stadt auch, „dass alle Vereine mit der Neuregelung einverstanden sind“.

Fachgebietsleiter Hubert Sieprath stellte den SPEP in seinen Grundzügen nochmals vor. Er betonte unter anderem, „zu viele Sportstätten in Alsdorf“ zu haben. Dass könne jetzt „mit aktuellen Zahlen unterlegt werden“.

Wie die Finanzierung aussehen wird, ist Thema der anstehenden Ratssitzung. „Win-Win-Situationen für die Stadt und für die Vereine“ sieht Stephan Spaltner bei der Verwendung der Gelder aus der Nutzung der fünf aussortierten Sportstätten.

Er betonte auch, „seitens der Stadt wurde zu keiner Zeit in Sachen Fusionen Druck auf die Vereine ausgeübt“.

Detailfragen richtete SPD-Sprecher Friedhelm Krämer an die Verwaltung. Marius Sapletta (Grüne) hatte den Antrag auf Absetzung des Tagesordnungspunktes mit dem noch fehlenden Finanzierungskonzept begründet. Das werde zur Stadtratssitzung am Dienstag, 15. Dezember, präsentiert, hielt die Verwaltung dagegen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert