Kein Doppelmandat: Schmitz beendet die Ratsarbeit

Von: Stefan Schaum
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Engagiert für die Heimat Baesweiler: Als Ratsmitglied wird Hendrik Schmitz das aber bald nicht mehr sein. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Böses Blut habe es nicht gegeben, der Hinweis ist ihm wichtig. Auch keinen „Knatsch“ oder ein Ringen mit anderen Kandidaten – nichts von all dem. Hendrik Schmitz wird bei der kommenden Wahl nicht erneut für den Baesweiler Stadtrat kandidieren. Der 35-jährige Hoffnungsträger vertritt seit 2012 den Nordkreis im nordrhein-westfälischen Landtag – und ist damit für eine Kandidatur in seiner Heimatstadt automatisch aus dem Rennen.

Grund ist ein Beschluss, den der Stadtverbandsvorstand der Christdemokraten in Baesweiler bereits 1984 gefällt hat: Neben einer Ratsmitgliedschaft in Baesweiler soll es keine Doppelmandate – ob nun auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene – geben. „Das ist eine Regel, an die wir uns auch künftig gerne halten wollen, um eine Ämteranhäufung zu vermeiden“, sagt auf Nachfrage CDU-Stadverbandsvorsitzender Bruno Mohr. Es ist eine Regel, die im Fall Schmitz jüngst sogar erstmals auf den Prüfstand gekommen ist.

Mohr: „Wir haben uns das wegen Hendrik noch einmal gründlich überlegt – aber haben dann doch den alten Entschluss erneuert.“ Zumal der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende aus Puffendorf den Baesweilern ja nicht „verloren gehe“. Auch als sachkundiger Bürger werde Schmitz die Ratsarbeit weiterhin verfolgen. Und was sagt Schmitz dazu? Ob er den Rat – in dem er zwei Wahlperioden lang als Spitzenkandidat der Jungen Union ohne eigenen Wahlkreis gesessen hat – mit Ablauf der aktuellen Periode schweren Herzens verlässt? „Ja, klar. Ich habe mit der Kommunalpolitik angefangen und ich habe nach wie vor eine große Verbundenheit zu meiner Heimat.“

Ohne Beschluss hätte er wohl „definitiv weitergemacht“. Andererseits sei er jemand, „der eine Sache richtig macht, wenn er sie macht“. Und aus zeitlichen Gründen lasse sich die Landtagsarbeit nicht ohne weiteres mit einer kommunalen Ratstätigkeit verbinden. Zudem sei er „der Letzte, der an einem Posten hängt, wenn es genug andere Kandidaten gibt“. Und die gibt es offenbar. 55 Namen hat die CDU für den Wahltag am 25. Mai auf der Liste. „Unter den Direktkandidaten in den 19 Wahlbezirken sind sechs neue und auch einige junge Gesichter“, sagt Bruno Mohr.

Bei so viel Auswahl müsse die alte Regel nicht gekippt werden. Mohr: „Wir sind in der glücklichen Lage, richtig viele Menschen zu haben, die sich bei uns politisch engagieren wollen!“ Auch die Anfang Dezember für die Städteregion aufgestellten CDU-Kandidaten Peter Timmermanns und Franz Körlings seien demgemäß keine Kandidaten für den künftigen Rat in Baesweiler.

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