Würselen - KDW: Zumindest die CDU übt Selbstkritik

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

KDW: Zumindest die CDU übt Selbstkritik

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Fehlende Jahresabschlüsse seit 2008, unklare Vermögensübersicht und Fehlbeträge bei dem Eigenbetrieb Kommunale Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) haben auch den Stadtrat beschäftigt.

Wie berichtet, wird dieser Eigenbetrieb mit seinen gut 70 Mitarbeitern zum Jahreswechsel wieder in die Stadtverwaltung eingegliedert. Zwischenstand ist, dass das Minus nicht nur 1,7 Millionen Euro, sondern sogar 2,57 Millionen Euro beträgt. Deshalb musste die Stadt Würselen auch Rückstellungen in Höhe von rund 530.000 Euro bilden. Belastbar sind diese Angaben jedoch nicht, wie die Verwaltung betonte.

Nun auf einem guten Weg

Stadtkämmerer Ludwig Bremen sagte, dass mit weiterer Prüfung und Neubewertung der Unterlagen – hier geht es etwa um die Neuberechnung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (siehe Info) und eine Verbesserung in Höhe von mindestens 114.000 Euro – mit einer finanziellen Besserstellung zu rechnen sei. Letztlich, so war zu hören, werden die nun zunächst ermittelten 800.000 Euro an Unterdeckung keine Lücke in den Haushalt reißen.

Die Eingliederung der KDW in die Verwaltung wird vom Rat als geeignetes Mittel gesehen, um die Finanzen buchhalterisch in den Griff zu bekommen und weitere Spareffekte zu erzielen. Bremen sprach mit Blick auf den Haushaltsentwurf 2016 davon, dass die Spareffekte für 2016 insgesamt wohl 346.000 Euro bringen.

Und wer ist schuld, dass die Buchhaltung der KDW über Jahre derart aus dem Ruder lief? SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers sah „in weitem Maß keine Verantwortung“. Schon 2009 hätten SPD und UWG belegbar auf die Probleme hingewiesen.

Das sah Karl-Jürgen Schmitz (CDU) völlig anders. „Wir alle haben nicht mit der notwendigen Konsequenz an dem Thema gearbeitet. Wir sollten nicht so tun, als sei das keiner schuld. Wir hätten früher handeln müssen.“ Und: „Wenn das der Selbstständige so machen würde, würde man ihm die Bude dicht machen.“ Schmitz scheute sich auch nicht vor dem Wort „Sch...“

Bürgermeister Arno Nelles sagte aus Sicht der Verwaltung: „Wir hätten vielleicht früher Konsequenzen ziehen müssen, hatten aber bis zum letzten Jahr nicht die politische Unterstützung!“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert