Nordkreis - Kaum Stress auf den Straßen im Nordkreis

Kaum Stress auf den Straßen im Nordkreis

Von: -ks-
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winter in Alsdorf
Bei soviel Schnee ist es in der Sauna besonders gemütlich. Foto: Karl Stüber

Nordkreis. Lob gab es von der Polizei für die Autofahrer im Nordkreis. Bis auf „kleinere Sachen” sei der Straßenverkehr am Wochenende bislang glimpflich verlaufen.

Die Verkehrsteilnehmer hätten sich überwiegend auf die schwierigen Straßenverhältnisse eingestellt. Offenbar seien viele Bürger auch auf Grund der Warnungen vor dem Sturmtief „Daisy” einfach daheim geblieben.

Davon zeugten auch „vereinsamte” Mitarbeiter in vielen Geschäften. Für viele Einwohner des Nordkreises war die Begegnung mit den unmittelbaren Nachbarn beim Schneeschippen und -fegen oft der einzige Kontakt außerhalb der Familie. Der winterliche Spaziergang fiel angesichts des empfindlich kalten Windes schwer.

Laut Franz-Josef Mahr, Leiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW), hat die Bevölkerung durch ihr Verhalten die Arbeit des kommunalen Winterdienstes erleichtert. „Da waren schon am Samstag kaum Leute unterwegs, so dass wir ungehindert mit unserem drei Räumfahrzeugen durchkamen”, sagte Mahr. Am Samstag waren seine Leute von 4 bis 20 Uhr im Einsatz, am Sonntag ab 4.30 Uhr auf Achse.

Am Sonntag wurden zudem zwei Ackerschlepper eingesetzt - einer mit Schild, um Schnee zu schieben, einer mit einer Fräse ausgestattet. Diese waren damit beschäftigt, einzelne Gehöfte, so zum Beispiel bei Linden-Neusen und Merzbrück, angesichts von Verwehungen wieder erreichbar zu machen. Unter anderem sollte auf diese Weise sichergestellt werden, dass der Milchtransporter durchkam.

„Wir haben alle Straßen - soweit möglich - freigeschoben”, sagte an Sonntag auf Anfrage Walter Buttgereit, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste in Alsdorf. Zum Glück habe es in seinem Zuständigkeitsbereich keine der befürchteten Schneeverwehungen gegeben. Allerdings gehe das Salz zur Neige. Die in Aussicht gestellte Nachlieferung sei nicht erfolgt, bedauerte er.

Deshalb habe man das restliche Salz für Gefällstrecken zurückgehalten, zu denen etwa die Theodor-Seipp-Straße und die Blumenrather Straße gehören. „Am Montag können wir in der Fläche nur noch Granulat oder andere Ersatzmittel aufbringen”, sagte Buttgereit.

„Wir waren auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet, auch für den Fall, dass einzelne Ortschaften durch Verwehungen abgeschnitten werden. Aber es kam nicht dazu”, war Bernd Hollands, Leiter der Herzogenrather Feuerwehr froh. Für alle Fälle waren bei Einsatzfahrzeugen sogar Schneeketten aufgezogen worden, aber „es gab keine Ereignisse, die auf die Straßenverhältnisse zurückzuführen sind”, sagte Hollands.

Vorsorglich seien an Gefällstrecken die Ampeln ausgestellt worden, um den Verkehrsfluss nicht zu beeinträchtigen und Autofahrer auf möglicherweise glatter Fläche nicht zu Bremsmanövern zu zwingen.
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