„Kathedrale der Ketzerin” fasziniert die Zuhörer

Von: Nina Krüsmann
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Gerne in Würselen: Martina Kempff präsentierte „Die Kathedrale der Ketzerin” im Alten Rathaus . Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Anlässlich des Welttages des Buches am Freitag hatte der Förderverein der Stadtbücherei zu einem „Frühlingsfest der Literatur” ins Alte Rathaus eingeladen. Zu Gast war die erfolgreiche Autorin Martina Kempff, die ihren neuen historischen Roman „Die Kathedrale der Ketzerin” präsentierte.

„Nach Würselen komme ich besonders gern, da die Veranstalter immer für eine besonders gute Stimmung sorgen”, freute sich Kempff. 1950 in Stuttgart geboren, verbrachte die Diplomatentochtermehr als die Hälfte ihres Lebens im Ausland.

Um die zahlreichen Zuhörer auf den mittelalterlichen Inhalt einzustimmen, spielte die Musikgruppe von Helga Eißler-Thoma passende Lautenklänge. „Wir freuen uns, dass sich so viele Würselener für Literatur begeistern”, freute sich Günther Kölling, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Kempff wuchs in San Francisco, Berlin und Helsinki auf, machte ihr Abitur im Internat und zog nach einem Zeitungsvolontariat nach Berlin. Dort arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften wie der „Bunten”, erklärte Kölling.

Später habe die Schriftstellerin für sieben Jahre in Griechenland gelebt, bevor sie mit ihrem holländischen Lebensgefährten nach Amsterdam zog. „Das Schreiben lag ihr schon als Schülerin, doch nachdem ihr erster Roman im Papierkorb landete, arbeitete sie zunächst als Kellnerin, Übersetzerin und Sprachlehrerin, schrieb Kurzgeschichten und arbeitet beim Rundfunk”, berichtete Kölling über Kempffs Zeit vor dem großen Durchbruch.

1998 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman „Die Marketenderin”, der ein großer Erfolg wurde. 2002 erschien ihr erster zeitgenössischer Roman „Die Frau, die nichts tut”, gleichzeitig kehrte sie nach Deutschland zurück. Nach Jahren in der Eifel, wo mehrere „Eifelkrimis” entstanden, lebt sie heute im Bergischen Land.

In ihren historischen Romanen entführt Kempff den Leser in eine fremde Welt und längst vergangenen Epoche. Das Leben bei Hofe und die spannenden Schicksale der gekrönten Häupter laden den Leser zum Träumen und Mitfiebern ein. So auch „Die Kathedrale der Ketzerin”: Der verhängnisvolle Reiz der Macht, die gefährlichen Verirrungen des Glaubens und die unbändige Kraft der Liebe spielen die Hauptrollen in Kempffs neuestem Werk. Darin zeichnet die Autorin ein prächtiges Fresko des Hochmittelalters vor dem Hintergrund des Königshofs der Blanka von Kastilien in Paris im Juni 1219.

Beim literaturinteressierten Publikum fand die Neuerscheinung großes Interesse. Mit einer persönlichen Widmung versehene Bücher und Autogramme waren nach der fesselnden Lesung heiß begehrt. Eben solche Begeisterung zu wecken, ist das Ziel des „Welttages des Buches”.
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