Kastanien müssen gefällt werden

Von: mabie
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Kastanie
Die Kastanienminiermotte setzt seit einigen Jahren den Rosskastanien im Herzogenrather Stadtgebiet heftig zu und führt zum Blattverlust schon im Sommer. Symbolbild: dpa

Herzogenrath. Der Umwelt- und Planungsausschuss hat jetzt der Fällung von zwölf befallenen Bäumen am Spielplatz Wendelinusstraße und am Parkplatz Oststraße einstimmig zugestimmt. Der Grund: Die Kastanienminiermotte setzt seit einigen Jahren den Rosskastanien im Stadtgebiet heftig zu und führt zum Blattverlust schon im Sommer.

Die Schädigung ist an vielen Kastanien festzustellen, führt jedoch nicht zwangsläufig zur Erkrankung der Bäume.

Zudem sind weitere neue Krankheitssymptome an Rosskastanien in NRW untersucht worden. Das Bakterium „Pseudomonas syringae“ hat nun auch Herzogenrath erreicht. Auffällig sind blutende Stellen am Kastanienstamm sowie an Ästen, die eintrocknen. Typisch sind zudem Laubaufhellung und Risse. Später welken die Äste, und die Bäume sterben ab. in ähnliches Schadbild hat das Bakterium „Phytophthora“. Bakteriosen können mit Pflanzenschutzmitteln oder vorbeugenden Maßnahmen nicht bekämpft werden, so dass eine Fällung der betroffenen Kastanien unumgänglich ist.

Dies gilt in besonderem Maße für sensible Bereiche wie Kinderspielplätze und den Verkehrsraum. Zur Eindämmung der Kastanienminiermotte sammeln die Stadtgärtner seit Jahren das Kastanienlaub ein. Es wird dann in der Müllverbrennungsanlage Weisweiler verbrannt. Mit dieser prophylaktischen Maßnahme kann der Befall durch die Kastanienminiermotte zwar nicht verhindert, jedoch eine Infizierung der Bäume verzögert werden, weil die im Blatt überwinternden Larven durch die Verbrennung beseitigt werden. Gleichwohl kommt es im Jahreszyklus oft zur Schädigung der Kastanien.

Ein Befall anderer Baumarten durch die Kastanienminiermotte ist bislang nicht beobachtet worden.

Im Zuge der jährlichen Baumnachpflanzungen werden auf dem Parkplatz Oststraße im Frühjahr Esskastanienbäume gepflanzt.

Für Rückfragen oder Informationen stehen die Mitarbeiter des Bereichs 4.1 unter Telefon 02406/83-6204 zur Verfügung

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