Karnevalistischer Gottesdienst: Kostümiert in die Kirche

Von: Nina Krüsmann
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Mit jeckem Hütchen auf die Kanzel: Pfarrer Jochen Gürtler. Foto: Nina Krüsmann

Baesweiler. Der karnevalistische Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Baesweiler in der Friedenskirche ist einfach Kult: Zum zwölften Mal kamen die Gemeindemitglieder in der vollbesetzten Kirche zusammen. Lieder aus dem Gesangbuch wurden kurzerhand mit humorvollen und karnevalistisch angehauchten Texten versehen.

„Die Stimmung ist einfach wundervoll, wir haben wieder rund 300 Besucher, von denen viele kostümiert sind”, freute sich Mitorganisatorin und Presbyteriumsvorsitzende Annegret Ludwig. Besonderer Höhepunkt ist in jedem Jahr das Anspiel, das sich eines besonderen Themas annimmt.

Diesmal wurden die sieben Farben des Regenbogens mit Kostümen dargestellt. Zunächst noch hinter farblich passenden, mit buntem Krepppapier versehenen Stellwänden verborgen, traten die Mitglieder des Presbyteriums einer nach dem anderen vor. Alle stellten sich dem Publikum vor und dabei wollte jede Farbe die schönste sein.

„Ich bin die Allerschönste, weil meine Farbe zum Beispiel den Wiesen ihr herrliches Äußeres verleiht”, sagte das Grün. Schon trat das „Blau” hervor, das Wasser und Himmel schmückt und noch schöner zu sein beanspruchte. So ging es weiter bis plötzlich aus heiterem Himmel ein Gewitter aufzog. Ein wahres Unwetter brach herein. Aus dem Nebel heraus trat das personifizierte Unwetter in Person von Annegret Ludwig, verkleidet mit einem grauen Umhang.

„Was streitet ihr Euch? Jede einzelne Farbe ist schön, Ihr solltet besser zusammenhalten denn nur gemeinsam seid Ihr stark”, sagte Ludwig zu den sieben Farben. Pfarrer Jochen Gürtler griff das Thema des Anspiels in seiner Predigt auf: „Wenn alle Farben sich vertragen ergibt das einen wunderschönen Regenbogen. Man sollte nicht versuchen, sich alleine durchzukämpfen”. Mit Liedern wie „Der Himmel geht über allen auf” oder „Hände zum Himmel” unterstrichen die Besucher diese Aussage.

Von Backofen bis Gondel

„Angefangen hat vor zwölf Jahren alles mit ein paar Luftschlangen, die wir um den Ambo gewickelt haben”, schmunzelt Ludwig. Nach und nach habe sich alles weiterentwickelt. „Dann haben wir die Idee des Anspiel mit dem Presbyterium entwickelt. Einmal hatten wir sogar einen Backofen dabei, ein anderes Mal sind wir mit der Gondel durch die Kirche gefahren”, blickt Ludwig zurück.

Mittlerweile seien die Baesweiler jedes Jahr sehr gespannt, was man sich wieder habe einfallen lassen. Zur Erinnerung an den diesjährigen Gottesdienst erhielten alle Besucher, auch die zahlreichen Vereinsvertreter und Tollitäten aus nah und fern, Regenbogen-Buttons zum Anstecken.
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